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Archive - 2011
Juli 18th
Kurz / Rieger · »Die Datenfresser« [mit umfangreicher Linksammlung zum Thema »Datenschutz«]
18. Juli 2011
Constanze Kurz / Frank Rieger
Die Datenfresser
Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen
broschiert, 272 Seiten
S. Fischer Verlag, Frankfurt
ISBN-10: 9783100485182
ISBN-13: 978-3100485182
€ 16,95
Juli 14th
»Opfer einer Ideologie«: Einsatz von Frauen in Kampfeinheiten
14. Juli 2011
In der Zeitschrift »Marineforum« 7/8 2011 ist ein Artikel von Dr. Erik Lehnert zum Thema »Gleichstellung um jeden Preis? — Einsatz von Frauen in Kampfeinheiten« erschienen, der ein controverses, in weiten Teilen polemisches Presseecho ausgelöst hat. So wurde dem Autor zum Beispiel vorgeworfen, er verunglimpfe in seinem Artikel die auf dem Segelschulschiff »Gorch Fock« tödlich verunglückte Soldatin. Dies ist weit von der Wahrheit entfernt. Offensichtlich wird hier einmal wieder gemäß dem Ossietzky-Aphorismus verfahren, demzufolge in Deutschland derjenige als viel gefährlicher gilt, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. In einen Diskurs, der weitgehend von ideologischen Begriffen bestimmt ist, hat Lehnert Sachargumente eingebracht. Allein das scheint für viele Kommentatoren schon ein unverzeihlicher Vorgang zu sein. Gerade daß der Text ein wertvoller Beitrag zur Versachlichung der Gender-Debatte sein könnte, ist der Grund, weshalb Text und Autor in dieser Weise angefeindet werden. Eine sachgerechte, ideologiefreie Debatte zum Verhältnis der Geschlechter ist derzeit in Deutschland weitgehend unerwünscht.
Dr. Lehnert erklärt die physiologischen und soziologischen Besonderheiten, die den Einsatz von Frauen in Kampfeinsätzen verbieten sollten und beschreibt die politischen Schritte, die zur Abschaffung des ursprünglich grundgesetzlich verbrieften Schutzes der Frauen vor Kampfeinsätzen geführt haben.
So lesen wir z. B.:
Juli 10th
… eitel Freude!
10. Juli 2011
»Achtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen fallet …« wird Jakobos 1, 2 in der Elberfelder übersetzt, und bei Luther desgleichen: »Meine lieben Brüder, achtet es für eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet …«. Dies mutet spontan etwas seltsam an, und wahrlich: Das ist es auch.
Juli 9th
Der Mond ist aufgegangen …
9. Juli 2011

Gerade hat, wie idea meldet, eine Kirchengemeinde in Dortmund der Frau des Pfarrers untersagt, ihre Astrologiepraxis weiterhin im Pfarrhaus zu betreiben. Dies tut sie freilich schon seit vierzehn Jahren, ohne daß sich in all der Zeit irgendjemand aus der Gemeinde darüber beschwert hat. Auch das kann wiederum weiter nicht verwundern, hat sie doch ihren Mann, den Gemeindepfarrer, kennengelernt, als dieser sich bei ihr sein Horoskop deuten ließ. Daß dieser nun in seiner Gemeinde über die biblische Sicht auf Occultismus aufklären würde, kann also beim besten Willen nicht angenommen werden.
Die Kirche nun verweist darauf, daß Gewerbebetriebe in Pfarrhäusern unzulässig seien, geradeso, als ginge es darum, daß da jemand im Hof eine Autowerkstatt betrieben hätte. Und tatsächlich: »Theologische Bedenken« hat man auch. Diese Bedenken, welche die Kirche von einer Theologin der Berliner »Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen« formulieren läßt, sind freilich in ihrer Substanz genau so häretisch wie die Astrologie selbst. Da wird referiert, daß der Mensch aus biblischer Sicht »sein eigener Herr« sei, Gott aber nur Wegbegleiter. Was bitte soll das für eine Bibel sein, wo solche Aussagen zu finden wären?
Juli 3rd
Citat des Tages XXXVIII
3. Juli 2011

Wir belassen es bei Worten; Taten sind zu teuer
Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!
(1. Johannes 3, 18).
Die Praxis, Taten durch Worte zu ersetzen, ist nichts Neues; denn der Apostel Johannes kannte das schon zu seiner Zeit und warnt uns davor. Auch Jakobus hat etwas über den Betrug der Worte ohne Taten zu sagen: »Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch! Ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es?«
Juni 25th
Nachlegt: Causa Hüls
25. Juni / 27. Juni 2011
Seit meinem Kommentar zum Falle Hüls sind etliche Fragen, Einwände und sonstige Wortmeldungen aufgekommen, auf die ich hier noch einmal gesammelt eingehen möchte:
Für den Vater gäbe es auch andere Wege, wieder mit Frau und Kindern zu leben, z.B. Gespräche, Gebet und Geduld.
In den meisten Fällen ist dies nicht möglich. Der typische Fall sieht doch so aus:
Juni 24th
Tsunami: Nachlese
24. Juni 2011
Ein japanischer Autofahrer hatte an seinem Fahrzeug eine Kamera montiert, als der Tsunami am 11. März ihn und andere überraschte und die Straße innerhalb von Sekunden zum reißenden Strom wurde. Die Kamera lief weiter, bis er schließlich das Auto verließ und dieses zerstört wurde. Offensichtlich konnten die Daten gerettet werden, und so ist eine eindrucksvolle Dokumentation über die potentielle Plötzlichkeit der Vergänglichkeit alles Physischen entstanden (hauptsächlich ca. Minuten 2 bis 6):
gefunden bei Zirkumflex
Juni 19th
Citat des Tages XXXVII
19. Juni 2011

Die modernen Experten für Gemeindewachstum scheinen kein Vertrauen in die Kraft der Schrift zu haben. Sie sind überzeugt, daß das Evangelium »kontextualisiert«, angepaßt und für jede Generation neu verpackt werden muß. Vierzig Jahre dieser Methode haben die Evangelikalen im Großen und Ganzen zu Personen gemacht, die in der Lehre ungeschult sind, vollkommen unvorbereitet, die Wahrheit zu verteidigen, und fast ohne ein Bewußtsein, wieviel auf dem Spiel steht. Die evangelikale Bewegung selbst ist zu einem Monstrum geworden, ihre beträchtliche Größe und Wahrnehmbarkeit verdeckt ihr fast völliges Versagen. Eines ist gewiß: Die schwerfällige Bewegung, die die meisten Leute als »evangelikal« bezeichnen, setzt sich aus einer großen Zahl von Menschen zusammen, die sich auf der falschen Seite im Kampf um die Wahrheit befinden.
Wir sind in die gleiche Situation zurückversetzt, in der sich die Gemeinde vor einhundert Jahren befand, als die Modernisten eifrig damit beschäftigt waren, den christlichen Glauben neu zu erfinden. Die evangelikale Bewegung ist weit davon entfernt, eine starke Stimme und eine machtvolle Kraft für die Wahrheit zu sein; stattdessen ist sie selbst zum zentralen Kampffeld geworden.
John MacArthur, The Truth War, Nelson, 2007
Photo: gty.org; creative commons license
Juni 17th
idea verbreitet radikalfeministische Propaganda
17. Juni 2011
Es gibt derzeit ein starkes Bedürfnis im »evangelikalen Mainstream«, zu dem idea Spektrum ja sicherlich guten Gewissens gerechnet werden kann, sich von jedem Verdacht des »Fundamentalismus« öffentlich reinzuwaschen. Um das zu erreichen, gibt es zwei probate Mittel: Erstens adoptiert man hie und da die Argumente der Liberalen und weist dann demonstrativ auf die so entstandenen Gemeinsamkeiten hin: »Seht her, wir sind doch auch wie ihr.« Zweitens grenzt man sich demonstrativ von allem und jedem ab, auf den der Fundamentalismusverdacht gefallen ist. Dabei gibt es kaum Grenzen, man ist sogar bereit, die feministischen Sprachregelungen der Gesellschaft zu übernehmen, um sich nicht etwa durch einen neutralen oder gar biblisch fundierten Ausdruck selbst dem Fundamentalismusverdacht auszusetzen.
Exemplarisch zeigt sich dies am Beispiel der Berichterstattung zum Falle Hüls.
Worum geht es? Axel Hüls aus Hermannsburg ist mit seinen eigenen vier Kindern aus Deutschland ausgereist, zunächst nach Ägypten, von dort aus möglicherweise in den Sudan. Seine Frau (welche die Familie während ihrer Ausreise auf einem Fahrradausflug wähnte) hatte sich schon vor zwei Jahren von ihm getrennt, allerdings trotzdem das Sorgerecht erhalten. Hüls konnte seine Kinder nur noch selten und nur unter Aufsicht des Jugendamtes sehen. Der Tag der Ausreise war der erste seit langem, da er die Kinder unbeaufsichtigt sehen konnte. Dazu idea:
Die Bild-Zeitung berichtete, dass die immer extremer werdenden religiösen Überzeugungen des Mannes der Grund gewesen seien, warum die Ehe zerbrochen sei und die Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder erhalten habe.
Juni 14th
Abschreiben erlaubt!
14. Juni 2011
Abschreiben wird ja regelmäßig eher als Bildungsvermeidungsstrategie angesehen denn als Bildungsmaßnahme. Das muß freilich nicht in jedem Fall zutreffen. Freunde von Freunden, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, haben in ihrem Blog ein Thema aufgegriffen, von dem ich in Deutschland noch nichts gehört habe: Das Abschreiben der Bibel als Bestandteil des persönlichen Bildungsprogramms. Den Text, der mit der Photostrecke verbunden ist, die dort zu finden ist, (es ist mir leider nicht gelungen, diese hier direkt einzubinden) habe ich einmal übersetzt. Andere Artikel, die mit dem Thema zusammenhängen, sind hier zu finden. Ich denke, wenn man die vorgebrachten Argumente bedenkt und kein Gesetz daraus macht, daß jeder Christ unter allen Umständen die Bibel abgeschrieben haben müsse, kann das für viele eine wertvolle Bereicherung sein, weswegen ich diese Anregung sehr gern weitergebe:




