Citat(e) des Tages LXXV

20. Januar 2015

 

 Diese Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun.

Heiko Maas, SPD, Bundesjustizminister

 

Das ist ein Teil von unserer Religion, um die Kuffar die Angst zu lehren, die sie auch vor uns haben sollten, und wir werden weiterhin Menschen köpfen, egal, ob das Schiiten sind, ob das Christen oder Juden sind oder sonst irgendetwas, und wir werden das weiterhin praktizieren. 

Christian Emde, Moslem aus 
Solingen

,

der derzeit unter dem Namen Abu Qatadah

 in Mossul für den Islamischen Staat kämpft,

im Interview mit dem Journalisten Jürgen Todenhöfer

 

Todenhöfer hatte nach den öffentlichen Enthauptungen (zum Beispiel von Journalisten und anderen Geiseln) durch den Islamischen Staat gefragt.

Der geneigte Leser entscheide selbst, wem er mehr Kompetenz in Sachen Islam zugesteht, Herrn Maas oder Herrn Emde.

 

Weiterhin sagte Emde im Interview: 

Nur im Suff zu ertragen …

17. Januar 2015

 

Daß man eine offiziöse Amtskirche im allgemeinen und ein Leben als Bischöfin im besonderen nüchtern nicht ertragen kann, will ich sofort glauben. Zu groß ist der Widerspruch zwischen dem Anspruch, da irgendwie etwas »christliches« zu treiben und der Wirklichkeit eines Lebensentwurfes, der dem Wort Gottes in tiefer Rebellion entgegensteht. Daß solche Lebenslügen ein verschärftes Risiko mit sich bringen, sie durch Alkohol- und sonstigen Drogenmißbrauch zu kompensieren, ist trivial.

Nicht so glimpflich wie bei »Bischöfin« Käßmann, die vor fünf Jahren im Suff nur eine rote Ampel überfahren hatte, ging es Ende Dezember bei der anglikanischen »Weihbischöfin« Heather Cook aus Baltimore ab. Statt einer Ampel überfuhr sie, mit dem Telephon Textnachrichten verfassend und mit 2,2 Promille Alkohol im Blut — also, auf gut deutsch, volltrunken — einen Radfahrer, der eine Witwe und zwei Waisen hinterläßt, woraufhin sie Fahrerflucht beging. Ab ca. 2,5 Promille kann es übrigens — je nach Übung und Konstitution des Probanden — zu akuter Bewußtlosigkeit und lebensbedrohlichem Schock kommen, sehr viel betrunkener kann man also kaum sein.

J’accuse …!

12. Januar 2015

 

Wer behauptet, der Anschlag auf einen Kosher-Supermarkt in Paris habe nichts mit dem Islam zu tun, hätte vor 70 Jahren wahrscheinlich auch gesagt, daß es in Deutschland keine Vernichtungslager gegeben hätte, wenn nur der Führer etwas davon gewußt hätte und daß das alles nur eine traurige Mißinterpretation des Nationalsozialismus gewesen sei. Indem unser Justizminister öffentlich den Zusammenhang zwischen praktiziertem Antisemitismus und der mächtigsten antisemitischen Bewegung der Welt leugnet, hat er wahnsinnig Glück, daß in Deutschland nur Verharmlosung des Holocaust strafbar ist und nicht Verharmlosung von Ursachen und Wirkung des Antisemitismus. Sonst hätte Genosse Maas sich gleich zu Herrn Mahler nach Brandenburg gesellen können. Auch wenn man jemanden, der aussieht wie ein Mann, sich aber selbst als »PolitikerIn« vorstellt, gern als Politkasper abtun würde — ja, ja, schon gut: PolitkasperIn, meinetwegen — die Sache ist dazu eigentlich zu ernst.

Anläßlich der Reichskristallnacht 1938 hätte sich seine Rede jedenfalls in etwa so anhören können:

Schöpfungswunder VIII

9. Januar 2015

 

Diese Bilder* gesehen haben, trotzdem noch von Evolution schwätzen, aber ernstgenommen werden wollen wie Erwachsene — immer wieder putzig, diese Darwinisten.

 

Hetzinfarkt: Brandgefährliche Feuerwehr?

21. Dezember 2014

 

Was hat man den islamkritischen Montagsspaziergängern von Dresden* nicht schon alles vorgeworfen: SPD-Fraktionschef Oppermann, derzeit froh und dankbar um jede Schlagzeile, in der nicht das Wort »Edathy« vorkommt, nennt sie »Rassisten«, geradeso, als ob der Islam nicht eine politreligiöse Ideologie, sondern eine Rasse wäre. Ratten seien sie, meint wiederum Hannelore Kraft, denn indem sie die Organisatoren als »Rattenfänger« bezeichnet, impliziert sie, daß die Demonstranten Ratten sein müssen. »Eine Schande für Deutschland« seien die Demonstranten, meint Bundesjustizminister Maas. Er ist nicht so breit wie Frau Nahles, nicht so blond wie Frau Schwesig, nicht so poltrig wie Herr Gabriel, wollte aber eben auch endlich mal in die Nachrichten. Das hat er mit seiner Bemerkung tatsächlich geschafft, freilich rätselt Deutschland nun nicht, was diese über die Demonstranten aussagt, sondern vielmehr, was sie uns über einen Justizminister und dessen Rechtsverständnis erzählt, der es für eine Schande hält, wenn Bürger ihre grundgesetzlich verbrieften Rechte wahrnehmen. Den »Point Godwin« darf sich diesmal der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger ans Revers heften, der die Demonstranten so zuverlässig wie vorhersehbar als »Neonazis in Nadelstreifen« titulierte, wahrscheinlich nur um der allzu albernen Alliteration willen, da, wenn man sich die Demonstranten so ansieht, noch nicht einmal die Nadelstreifen einen Realitätsbezug haben.

Nicht EIN Gerechter

6. Dezember 2014

 

Nachdem sich vor sechs Jahren in der hessischen SPD noch vier Abgeordnete gefunden hatten, die einer Regierungsbildung mit Hilfe der SED verhinderten, hat sich gestern weder in der SPD-Fraktion noch in der Fraktion der Grünen ein Abgeordneter gefunden, der die Machtergreifung der SED in Thüringen verhindert hätte. Ein einziger Gerechter hätte ausgereicht. Aber es fand sich nicht einer.

Soviel Thüringer Baldriantinktur kann man ja gar nicht trinken, wie man müßte, um das emotionslos hinnehmen zu können.

 

 

Der kleine Unterschied

3. Dezember 2014

 

 

»Es ist möglich, daß ich mich blamiere. Indes ist dann immer mit einiger Dialektik wieder zu helfen. Ich habe natürlich meine Aufstellungen so gehalten, daß ich im umgekehrten Fall auch recht habe.«

 Karl Marx, Brief an Engels, 1857, MEW 29, 161

 

Es sei aber euer Wort »ja, ja«, »nein, nein«; aber das Um-und-Um von diesen ist aus dem Bösen.

Mt. 5, 37

 

Treund[G] aber ist der Gott, daß unser Wort zu euch nicht zugleich Ja und Nein ist. 

2. Kor. 1, 18

 

Das Ja sei ja, und das Nein nein, auf daß ihr nicht unter Gericht fallet.

 Jak. 5, 12

 

 

Weiter geht’s …

24. November 2014

 

Liebe Leser, liebe Freunde, das war so nicht geplant. Daß ein komplexer Umzug mit Wohnung und Betrieb sowie eine Baustelle nicht ohne Schmerzen und Einschränkungen zu haben sind, war mir zwar irgendwie schon klar, aber eigentlich wollte ich schon viel eher wieder Tritt gefaßt haben. Dabei weiß ich schon, daß viele eine Statusmeldung zwischendurch geschätzt hätten. Allein: Zeitweise haben Zeit und Kraft nicht einmal dafür gereicht, später dachte ich dann, daß sich das nicht mehr lohnt, weil es hier ja sowieso bald wieder weiterginge. So verschätzt man sich bisweilen. Zumindest mit den Vorderhufen ist die Kuh aber mittlerweile vom Eis; die spannende Frage jedoch, ob nun meine Baustelle oder der Berliner Flughafen zuerst fertig wird, muß zunächst unbeantwortet bleiben. Berlin rechnet inzwischen mit 2018, ich habe erst einmal gar keine Prognose. Ausgesucht habe ich mir die Angelegenheit nicht. Da der alte »Geierhorst« abgerissen wird, mußte ich innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine neue Lösung finden, was unter den gegebenen Umständen nicht wirklich problemfrei war. Endlich haben sich aber doch ganz erstaunliche Lösungen aufgetan. Hat jemand noch den Lernvers von letzter Woche parat? Richtig: »Wir gewahren aber, daß denen, die den Gott lieben, er alles hinein in Gutes zusammenwirkt …«, ein Vers, den ich nicht citieren kann, ohne gleich anmerken zu müssen, daß hier einige Übersetzungen schon ziemlich materialistisch daherkommen, wenn sie behaupten, »daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen«. Es sind nämlich durchaus nicht die Dinge, die uns da freundlich gesonnen und dienstwillig wären, es ist vielmehr Jahweh, der diese Dinge (und gegen ihr heftiges Widerstreben zumeist!) mit Gewalt dahinein zusammenwirkt, daß sie uns letztlich doch zum Guten sein müssen. So setzen wir unsere Zuversicht nicht auf die Dinge, sondern auf den Herrn der RDinge.

Wie auch immer: Es ist hier indes ja auch ohne mich ganz munter weitergegangen. Die Besucherzahlen — täglich knapp fünfhundert Besucher, die zwei- bis dreitausend Seiten aufrufen — sind nur unwesentlich zurückgegangen; es scheinen die Geiernotizen wohl auch als Archiv einigermaßen brauchbar.

Das grüne Wunder: Unser Wald

20. Januar 2014

 

Spektakuläre Aufnahmen von atemberaubender Schönheit: Der Film »Das grüne Wunder: Unser Wald« von Jan Haft zeigt den europäischen Wald, wie ihn wohl auch Naturfreunde bisher kaum gesehen haben. Auch für Kinder, die alt genug sind, mit den Dramen um Leben und Tod im Wald umzugehen, ist der Film zu empfehlen. Er bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, thematisch einzuhaken und nebenher im Gespräch geistliche Grundwahrheiten zu vermitteln. Bis auf den unvermeidlichen Kotau vor dem Evolutionismus — die »Jahrmillionen«, die unbedingt in einen Nebensatz gepreßt werden mußten — und die etwas volkspädagogisch geratenen Schlußminuten ist der Film über weite Strecken ideologiefrei. Im Moment ist er — vermutlich nur für wenige Tage — in der ARD-Mediathek zu sehen.

 

Citat(e) des Tages LXXIV

20. November 2013

 

 

So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß in noch viel höherem Maße der völkische Staat dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen … .

Adolf Hitler, »Mein Kampf«, München 1943

 

Mit der Schulpflicht haben die Eltern hinzunehmen, dass der Staat als Bildungs- und Erziehungsträger im Umfang des schulischen Wirkungsfeldes an ihre Stelle tritt, womit ihre Möglichkeit, unmittelbar in eigener Person pädagogisch auf ihre Kinder einzuwirken, auf den außerschulischen Bereich beschränkt wird. Für die Ausfüllung seiner Rolle ist der Staat darauf angewiesen, das Bildungs- und Erziehungsprogramm für die Schule grundsätzlich unabhängig von den Wünschen der beteiligten Schüler und ihrer Eltern anhand eigener inhaltlicher Vorstellungen bestimmen zu können.

Bundesverwaltungsgericht Leipzig, 6. Senat, Urteilsbegründung,

Neumann et al., 11. 9. 2013

 

Ist es legitim, diese beiden Citate nebeneinanderzustellen, so, wie dies ein aufmerksamer Leser in einer Zuschrift getan hat, und damit die honorigen Leipziger Richter in einem Atemzuge zu nennen mit einem weit weniger honorigen deutschen Diktator?

Man mag das polemisch nennen, man kann aber auch anerkennen, daß auf einen groben Klotz nun einmal ein grober Keil gehört. Und das, was das BVerwG hier vorgelegt hat, ist tatsächlich ein extrem dicker Klotz. Die Parallelen in Form, Inhalt und der Zielsetzung, den Eltern die Reste des Erziehungsrechtes zu entwinden und sie an den Staat zu übertragen, sind offensichtlich und derart erschreckend, daß es nicht nur legitim, sondern geradezu geboten erscheint, dies deutlich aufzuzeigen — einerseits um der verbreiteten allgemeinen Geschichtsvergessenheit entgegenzuwirken, andererseits aber auch mit Verweis auf das obenstehende Motto dieses Blogs (Eph. 5, 11).

Rückblick 1. Lesertreffen

Beliebte Inhalte



CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck, zu testen, ob man ein menschlicher Benutzer ist und um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Bitte die im Bild dargestellten Buchstaben (ohne Leerzeichen) eingeben.

Geierpost buchen

Inhalt abgleichen