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Antisemitismus


Muß Israel einen Präventivschlag gegen den Iran führen?

10. März 2010 

Nachdem schon am Sonntag ein ehemaliger israelischer Regierungsberater, Raanan Levy aus Rehovot, bei einem Israel-Abend in Korntal die Überzeugung geäußert hat, daß Israel innerhalb der nächsten zwei Jahre genötigt sein würde, die iranische Nuklearanlagen in einem Präventivschlag zu zerstören, erinnert der gestrige Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland mit einem H’Aretz-Artikel von Yoel Marcus an die Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak durch Israel 1981 und an die Zerstörung eines syrischen Reaktors 2007. Auch hier wird ein Schlag gegen den Iran als »unvermeidlich« bezeichnet, um die Vernichtung Israels mit Nuclearwaffen abzuwenden.

Es sei dahingestellt, ob dies ein zufälliges Zusammentreffen von unabhängigen Äußerungen ist, ob Israel einen bereits geplanten Militärschlag gezielt publizistisch vorbereitet oder ob das öffentliche Nachdenken über einen Präventivschlag die diplomatische Zielsetzung hat, den Iran zum Einlenken zu bewegen. Fakt ist: Europäer und Amerikaner lassen Israel im Moment im Stich, wenn es darum geht, die atomare Bewaffnung Irans zu verhindern und lassen sich auf die Regeln Achmadinedshads ein, der auf Zeit spielt.

Über Levys Vortrag schreibt Idea:

Etwa ein Jahr später …

14. Dezember 2009

Wie Jediot Aharonot meldet, sind Raketenangriffe auf israelisches Territorium aus dem Gazastreifen seit der Militäroperation »Gegossenes Blei« um 90 Prozent zurückgegangen. So wurden seit dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen nach Armeeaufzeichnungen noch 242 Raketen und Mörsergranaten von dort abgefeuert und 91 Angriffe auf israelische Armee-Einheiten versucht, zumeist mit kleineren Schußwaffen.
Das israelische Militär (IDF) ist angewiesen, alle Raketenangriffe zu erwidern und hat im gleichen Zeitraum 143 Ziele im Gaza-Streifen, so z. B. Hamas-Gebäude, Schmuggeltunnel und Terroristen angegriffen.
Trotz des Rückgangs des Beschusses scheinen sich beide Seiten auf eine erneute Eskalation vorzubereiten: Die Hamas ist intensiv mit Waffenschmuggel beschäftigt, Israel hat in den vergangenen Monaten Schulen und Kindergärten in Sderot weiter befestigt und 1.500 Bunker in Orten gebaut, die von Gaza aus mit Raketen erreicht werden können. Neben diesen Defensivmaßnahmen bereitet sich die IDF auch darauf vor, daß angesichts der Wiederbewaffnung der Hamas eine ähnliche Operation wie »Gegossenes Blei« nötig werden könnte.

 

Folgend noch einmal zwei Filme, die daran erinnern, warum die Operation »Gegossenes Blei« nötig wurde. 15 Sekunden haben die Einwohner von Sderot Zeit, um im Fall eines Quassem-Angriffs einen sicheren Unterstand zu finden. Hamasfreundliche Apologeten solcher Angriffe bezeichnen diese immer noch als »Nadelstiche«:

 

 

Vorwärts in die Vergangenheit

8. Dezember 2009


Link des Tages: »Vorwärts in die Vergangenheit« — Claudio Casula (in Hochform) erklärt auf »Spirit of Entebbe« die EU-Forderung, daß Israel sich auf die Waffenstillstandslinien von 1967 zurückziehen solle.

 

 Klimagipfel und Demokratie erklärt, ebenfalls in Bestform, Hans Heckel.

 

 

 

Alles nur Opfer

27. November 2009

 

Heckenschütze vor Hecke

 

 

Heute ist es genau zwei Jahre her, daß Hazem Mohammed Khalil aus Jabalya im Gazastreifen seinen Schußverletzungen erlegen ist. Dabei war er, wie die Märtyrergalerie der Hamas in holprigem Englisch zu berichten weiß, doch so ein netter Junge! Ein richtiger Sonnenschein, immer ein Lächeln auf den Lippen, nett und höflich zu seinen Eltern. Man sehe sich nur einmal das Photo dieses Philantropen an, dessen fröhliches Lächeln dummerweise gerade halb vom Magazin verdeckt ist. Jeder hat sich gefreut, ihn zu sehen, außer vielleicht die bösen Zionisten, die er auch schon mal aus Hinterhalten überfallen hat — sicher, wir erinnern uns, wie immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Aber die zählen nicht, denn das sind ja nur Juden. Die haben ihn aber auch nicht erschossen. Vielmehr hat der als »disziplinierter Soldat« der Hamas beschriebene Hazem wohl nicht genug Disziplin gehabt, seine Waffe vor dem Reinigen auf Restmunition zu untersuchen, und so hat er sich halt beim Gewehrputzen selbst erschossen. Hatte ich hier irgendwo schon einmal Psalm 37 citiert? Ach ja, ich hatte.

Die lieben Kleinen

21. Oktober 2009

 

Hier sehen wir einen jungen ägyptischen Nachwuchsprediger der »Religion des Friedens«, wie er im März dieses Jahres im ägyptischen Fernsehen eine Fürbitte für die Juden hält — mit vielen guten Wünschen: Allah möge sie zerstören und zerstreuen, sie mit unheilbaren Krankheiten foltern, sie mit Blitzen treffen, sie mit jeder Art der Folter quälen, Vogelschwärme senden, die Ziegel auf sie werfen, ihre Frauen zu Witwen machen und ihre Kinder zu Waisen und so weiter. Anschließend wird dem Knaben von einem der sehr erfreuten Präceptoren lobend und aufmunternd auf die Schulter geklopft und attestiert, daß er eine Etappe gemeistert habe, um später Prediger werden zu können:

 

 

Nein, das ist leider kein Einzelfall. Es gibt diese Kindersendungen zuhauf.

 

»Von den Zionisten erfunden …«

4. September 2009

Zum gestrigen Thema passend
berichtet die Jerusalem Post gerade, daß die Hamas sich mit der UNO anlegt, weil sie befürchtet, daß in den von der UNO betriebenen Schulen im Gazastreifen künftig der Holocaust unterrichtet werden könnte. In einem offenen Brief an den lokalen UNRWA-Leiter John Ging schreibt die Hamas in Bezug auf den Genozid an den Juden: »Wir lehnen es ab, daß unsere Kinder eine von den Zionisten erfundene Lüge lernen.« Adnan Abu Hasna, Sprecher der UNRWA, die allein im Gazastreifen ca. 200.000 Kinder beschult, sagte: »Es gibt keine Erwähnung des Holocaust im gegenwärtigen Lehrplan« [sic!]. Ob es hier Änderungen geben würde, wollte er nicht kommentieren.

Wie sich die Hamas ein Bildungsprogramm idealerweise vorstellt, ist z. B. auch in der Geiernotiz vom 2. August nachzulesen.


Fremde Federn II

3. September 2009

Brillant kommentierte Photostrecke auf »Spirit of Entebbe«. Nichts für Leute, die mit Ironie ein grundsätzliches Problem haben. Aber Elijahu ist schließlich auch gegenüber den Baalspriestern extrem ironisch gewesen.

… angesichts dieses großen Getümmels

16. August 2009

Auf dem abgebildeten Hamas-Plakat wird ein »Palästina vom Meer bis zum Fluß« gefordert, womit gemeint ist, daß Israel gefälligst von der Landkarte zu verschwinden habe, um einem islamistischen Gottesstaat von der Maas bis an die Memel — ach nein, soweit ist es doch noch nicht — sondern erst einmal vom Mittelmeer bis zum Jordan Platz zu machen. Und es besteht kaum Zweifel: Wenn sich Araber und Perser, Sunniten und Schiiten einig wären, hätten sie ihr Ziel, die Vernichtung Israels und die Ausrottung aller greifbaren Juden, schon lange erreicht.

Spiel mit dem (Lager)feuer

2. August 2009

Sommerzeit ist für viele Heranwachsende auch die Zeit für Lagerfeuerromantik, und während die einen sich auf Sommerlagern mit Themen wie Luther, Babylon, Afrika oder dem Alten Rom beschäftigen, T-Shirts batiken, bogenschießen, über offenem Feuer kochen — und das Höchstmaß vorstellbarer Militanz seine Grenze in einer zünftigen Wasserschlacht findet, gibt es andernorts ganz andere pädagogische Konzepte: So berichtet die Jerusalem Post davon, daß in Gaza Kinder in Sommerlagern der Hamas die Entführung Gilad Shalits nachgespielt und während einer Veranstaltung aufgeführt haben. Immerhin 120.000 Kinder sollen solche Camps besuchen, die von der Hamas veranstaltet werden, wobei sie schon einmal mit Spielzeugwaffen auf das Leben vorbereitet werden und den ersten paramilitärischen Drill abbekommen.

Der Geier erinnert:

25. Juni 2009

Heute vor 3 Jahren wurde Gilad Shalit entführt.

Am frühen Morgen des 25. Juni 2006 drang eine palästinensische Terroristengruppe durch einen selbstgegrabenen Tunnel ca. 100 Meter in israelisches Staatsgebiet ein und überfiel einen dort stationierten Militärposten auf souveränem Territorium Israels. Zwei israelische Soldaten wurden getötet, ein weiterer verletzt. Auch Gilad Schalit, der dort nach dem Abitur seinen Wehrdienst leistete, wurde an Schulter und Handgelenk verletzt und wurde in den Gazastreifen verschleppt. Er war zu diesem Zeitpunkt knapp zwanzig Jahre alt.

Bis heute ist Gilads gesundheitliche Verfassung unbekannt, das Rote Kreuz darf keinen Kontakt zu ihm aufnehmen.

Am 25. Juni 2007, ein Jahr nach Gilads Entführung, veröffentlichte die Hamas eine Audio-Aufnahme, in der Gilads Stimme zu hören ist. Bisher hatten die Bemühungen zu seiner Befreiung noch keinen Erfolg.

http://www.habanim.org/en/German.html

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