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Wahrheit und Lüge


Kleine Zeitungsschau III

1. September 2010

 

»Wir werden Israel als einen jüdischen Staat nie anerkennen und dies haben wir auch der internationalen Staatengemeinschaft und den USA mitgeteilt.«

Also sprach vor wenigen Tagen Nimr Hamad, politischer Berater von Mahmud Abbas, dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde. Wir erinnern uns: Die PA ist diejenige palästinensische politische Kraft, die im Vergleich mit der Hamas von westlichen Politikern gern als gemäßigt dargestellt wird. Und irgendwie ist sie, verglichen mit der Hamas, ja auch tatsächlich gemäßigt, so wie halt Idi Amin gegenüber Pol Pot als relativ gemäßigt gelten könnte, vielleicht aber auch nur als weniger effektiv. Jedenfalls sind sich die PA und die Hamas, die Hizbullah, Syrien und der Iran einig, daß sie eher den Nahostkonflikt über weitere Jahrzehnte am Kochen halten wollen als jemals einen jüdischen Staat in ihrer Nachbarschaft zu dulden oder gar anzuerkennen.


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Doch noch mal: Gaza

11. Juni 2010

 

Keine Angst: Dieses Blog wird nicht zum Politblog umfunktioniert. Aber die beispiellose Mediencampagne gegen Israel nach den Geschehnissen auf der »Mavi Marmara« hat mich veranlaßt, das Thema, das ich ja schon am 1. Juni und am 3. Juni kommentiert hatte, doch noch einmal aufzugreifen. Und Realitätsflucht ist ja ohnehin in erster Linie ein geistliches Thema.

Auf Krauthammers Artikel »Diese lästigen Juden« hatte ich ja schon verwiesen. Dieser erklärt, daß (und wie) jeder, aber auch wirklich jeder Versuch der Israelis, ihr bloßes Überleben zu schützen, systematisch delegitimiert wird.

Ein weiterer lesenswerter Artikel zum Thema findet sich auf der »Achse des Guten«. Leon de Winter schreibt dort über eine gewisse Inkonsequenz islamistischen Denkens:

Von dreien der neun getöteten Aktivisten auf der »Mavi« ist bekannt, dass sie sich wünschten, als Märtyrer zu sterben. Man sieht diese pathologische Prahlerei vom ersehnten Tod bei Islamisten häufiger. Sie posaunen herum, wie sehr sie nach der Märtyrerschaft dürsten. Werden sie dann von israelischen Kugeln getroffen, tragen Tausende blindwütiger, lautstark Rache fordernder Islamisten sie zu Grabe. Ein fröhliches Dankeschön an die Israelis, dass sie den Märtyrern beschert haben, was sie sich aus tiefstem Herzen wünschten — die Fahrkarte zu den 72 Jungfrauen im Paradies — bekommt man von den Mengen selten zu hören.

Khaybar, Khaybar, oh Juden!

3. Juni 2010

 

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, daß H.-C. Rößler in der F.A.Z. die türkische Organisation IHH mit der Behauptung citieren würde, die Israelis hätten den erschossenen »Friedensactivisten« illegal Organe entnommen und verkauft oder aus ihrem Blut Mazzen gebacken. Ansonsten werden ja schon alle möglichen Propagandamärchen von IHH und »Free Gaza« recht unkritisch wiedergekäut. Was ist nur aus dieser Zeitung geworden! Jeder, der sich mit den zugänglichen Informationen befaßt hat, weiß, daß die Israelis primär mit nichttödlicher Kunststoffmunition (Paintballwaffen [sic!]) ausgerüstet waren und nur zur Selbstverteidigung in lebensbedrohlichen Situationen eine Pistole mit scharfer Munition dabeihatten. In dem Moment, wo sie an Bord gehen wollten, wurden sie von einer Übermacht mit potentiell tödlichen Gerätschaften attackiert, teilweise mit Schußwaffen. Trotzdem citiert Rößler unter der reißerischen Überschrift »Blutbad auf Hoher See« die absurde Lüge:

Im Dunkel der Nacht seilten sich Soldaten eines Spezialkommandos auf das türkische Passagierschiff »Mavi Marmara« ab und begannen zu schießen, sobald sie an Deck waren. Sie schossen direkt in die schlafende Menschenmenge.

Was für ein Glas!

23. Februar 2010

 

Wie die F.A.Z. berichtet, hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, letztens in einem Interview geäußert, sie träume bereits davon, sich eines Tages wieder mehr ins Private zurückzuziehen. Zielstrebig, wie sie nun einmal ist, arbeitet sie auch bereits an der Erfüllung dieses Traumes. 

Am Wochenende wurde sie von der Polizei in Hannover erwischt, wie sie betrunken mit ihrem Phaeton eine rote Ampel überfuhr. Nun hat diese Frau ja in ihrem Leben schon so viele (geistliche) Stopschilder überfahren, daß eine rote Ampel wohl nur eine Frage der Zeit war. 

Nachdem die Polizisten sie mit 1,54 Promille im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit angehalten hatten, soll sie zur Entschuldigung vorgebracht haben, daß sie ja »nur ein Glas getrunken« habe. Dieses Glas gibt mir ernsthaft zu denken. Um sich in einen solchen Zustand zu trinken, müßte das Glas (wenn man mal von Wein ausgeht) gigantische Ausmaße gehabt haben, also beinahe ein Literglas. Auf eine handelsübliche Glasgröße käme sie eigentlich nur, wenn sie Primasprit* getrunken hätte. Das wäre dann allerdings auch wieder ein Grund zu ernster Besorgnis. Von russischen Kampftrinkern habe ich so etwas schon gehört, die sterben dann allerdings auch nicht an Leberzirrhose, sondern an einem Speiseröhrendurchbruch, auch bekommt man das Zeug nicht lebend runter, ohne außerordentlich gut in Übung zu sein.

Schwierigkeiten mit der Wahrheit IV

27. Dezember 2009

Wenn Funktionäre in der leninistischen bzw. stalinistischen Sowjetunion in Ungnade fielen, war es oft nicht damit getan, daß sie hingerichtet wurden. Auch die Erinnerung an sie sollte möglichst ausgelöscht werden. Bekanntestes Beispiel ist wohl untenstehendes Bild, das Lenin 1920 bei einer Rede vor Angehörigen der Roten Armee in Moskau zeigt. Rechts am Podest stehen Trotzki und Kamenew. Kamenew wurde 1936 hingerichtet, Trotzki ausgewiesen und 1940 im mexikanischen Exil ermordet. Der physischen Hinrichtung ging die virtuelle voraus: Seit 1927, dem Jahr, da Trotzki aus dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ausgeschlossen wurde, erscheint das Bild nur noch in einer retouchierten Version, in der Trotzki und Kamenew durch eine Holzstiege ersetzt wurden:

Schwierigkeiten mit der Wahrheit III: Climategate

5. Dezember 2009

 

Jetzt berichten endlich auch die gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen Medien über den Datenfälschungsscandal. Bayerischer Rundfunk: Wie Forscher Angst schüren.

 

 

Angst schüren II: Die Tuvalu-Ente

 

 

Die Zielsetzung der Angst aber ist Versklavung:

Hebr. 2, 15 spricht von den »vielen, welche durch Todesfurcht während des ganzen Lebens der Sklaverei verfallen waren«.

 

 

 Nachtrag 27. 12. 2009:

Man kann der Sache natürlich auch eine heitere Seite abgewinnen, wie zum Beispiel die »Welt«, die eine Citatesammlung zusammengestellt hat, aus der hervorgeht, wie uns die Mainstream-Medien in den siebziger Jahren Angst vor einer »Neuen Eiszeit« machen wollten.

 

 

 

Was nicht in der Zeitung steht

29. November 2009

 

Ich hatte bisher nicht über den Hackerangriff auf die Server der sog. Klimaschützer und über die dadurch aufgedeckten Fälschungen, Lügen und Manipulationen berichtet, weil ich davon ausgegangen bin, daß diese Informationen auch ohne mich ausreichend im Netz kursieren, auch wenn die Presse sich in Bezug auf diesen Scandal auffällig zurückhält, der darin besteht, daß unzählige Steuermilliarden für den sogenannten »Klimaschutz« ausgegeben werden, der letztlich auf gefälschten Beweisen beruht.

»Faktum« hat aber nun einen Artikel publiziert, der die wesentlichen Fakten sehr übersichtlich zusammenfaßt und für den ich eine unbedingte Leseempfehlung auspreche. So sind z. B. nur etwa ein Drittel (!) der deutschen Klimaforscher im Professorenrang von einem menschlichen Einfluß auf den Klimawandel überzeugt, während die meisten Medien uns nach wie vor ein Bild wissenschaftlicher Einmütigkeit in dieser Frage vorgaukeln. Nahezu alle Klimaprofessoren sind der Ansicht, daß die Medien in ihrer Gesamtheit übertriebene und entsprechend falsche Vorstellungen von der Leistungsfähigkeit der Klimaforschung verbreiten. Im Klartext heißt das, daß Denk- und Rechenmodelle mit sehr geringer Aussagekraft als wissenschaftlich bewiesene Tatsachen dargestellt werden.

Schwierigkeiten mit der Wahrheit II

6. Oktober 2009

Sarrazin im Haifischbecken?

 

 

Einmal mehr sind in der öffentlichen Wahrnehmung nicht diejenigen die Bösen, die sich danebenbenehmen, sondern derjenige, der darauf aufmerksam macht. Ich rede gerade vom ehemaligen Berliner Finanzsenator, dem Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin, der in einem Interview »68er-Tradition und Westberliner Schlampfaktor« auf’s Korn genommen hat sowie bemerkt, daß es Migranten gibt, die sich der Integration verweigern — und daß dies eben zum Beispiel überwiegend nicht die Vietnamesen sind, sondern hauptsächlich Araber und Türken. Kaum spricht er ein paar unbequeme Wahrheiten aus, stürzt sich die ganze Meute auf ihn und fordert Rücktritt, Parteiausschluß, ja selbst der Staatsanwalt fühlt sich bemüßigt, wegen »Volksverhetzung« zu ermitteln.
Daß Bundesbankpräsident Weber die Sache dankbar aufgreift, ist menschlich verständlich, schließlich gibt ihm das die Gelegenheit, von den verzockten ca. 5 Milliarden € abzulenken, für die er verantwortlich ist. Es könnten auch über 10 Milliarden sein, das hängt davon ab, wieviel die Gläubiger aus der Lehmann-Konkursmasse langfristig noch herausbekommen. Da kommt es ihm durchaus zupaß, daß die Öffentlichkeit im Moment beim Stichwort »Bundesbank« zuerst an Sarrazin denkt und nicht an Webers riesige Verluste zulasten der Bundesbürger. Redlich ist das trotzdem nicht.

Schwierigkeiten mit der Wahrheit

26. September 2009

Link des Tages: Während Deutschland noch entsetzt ist über den Titelhandel an einigen deutschen Universitäten, gibt es durchaus Promotionen, die ehrlich erworben werden und brauchbare, ja wichtige Beiträge zum gesellschaftlichen Diskurs liefern. Eine solche ist die Arbeit der Mühlheimer Stadträtin Constanze Paffrath. Um was es geht, ist im folgenden Filmbeitrag zu sehen: 

 

Eine Chronologie

24. Juni 2009



»Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten«

Walter Ulbricht, Juni 1961

 

 

 

dazwischen: Bundestagswahl September 2005

 

 

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