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Citat des Tages, Geiers Rezensionen, Fundsachen, Fremde Federn
Citat des Tages XI
5. März 2010
Manchmal schreibt man sich die Finger wund, um umständlich einen Sachverhalt zu erklären, und manchmal ist es jemandem geschenkt, einen einfachen Satz zu schreiben, und man hat es gleich verstanden:

»Auch wenn sich beides zum verwechseln ähnlich sieht, die Wirkung ist eine völlig andere:
Wir sind das Salz der Erde — nicht der Zucker!«
Und weil mir das so gut gefällt, gibt es dazu mal wieder eine T-Shirt-Aktion: Leser, die Salz der Erde sind und das zeigen wollen, können mir über das Kontaktformular ihren Wunsch mitteilen, eines der unten abgebildeten T-Shirts zu besitzen. Er gibt wieder ein halbes Dutzend. Gibt es mehr Interessenten, wird verlost. Bitte bis zum 18. März die gewünschte Größe zwischen S und XXL angeben, die Farbe — graphitgrau (obere Abb.) oder graumeliert (untere Abb.) — und eine Versandanschrift in Deutschland.
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Citat des Tages X
21. Februar 2010
Mit einer Geschwindigkeit, die ansonsten nur vom chinesischen Schwarzmarkt erreicht wird, produzieren christliche Verkäufer praktisch über Nacht von jedem säkularen Phänomen eine eigene Variante. Egal, ob es sich um ein neues Musikgenre, ein Diätprogramm oder einen Modetrend handelt, spätestens zu Weihnachten findet sich eine entsprechende Jesus-Version im christlichen Laden um die Ecke. Wenn Nachahmung die höchste Form der Schmeichelei ist, dann sind Christen die ergebensten Bewunderer der Popkultur.
Skye Jethani in »The Divine Commodity: Discovering a Faith Beyond Consumer Christianity«*, Übersetzung des Citates Tobias Faix
* Zu dem Buch kann ich weder Gutes noch Schlechtes sagen, ich habe es nicht gelesen, das Citat fand ich aber jedenfalls wert, in die hiesige Sammlung aufgenommen zu werden.
Nick Vujicic
15. Februar 2010
Hat Euch schon mal jemand mit solch einem überzeugenden Lächeln erklärt, daß in Christus Leben und Sterben gleichermaßen Gewinn ist (Philp. 1, 21)? Das ist ja nicht grundsätzlich neu für den Bibelleser, aber Nick nimmt man glatt ab, daß er es wirklich verinnerlicht hat.
Citat des Tages IX
3. Februar 2010
An den Herrn allein richtet eure Gebete. Hütet euch davor, nach den Zuhörern zu schielen, hütet euch, ihnen zuliebe schöne Worte zu machen. Das Gebet darf auch nicht eine verdeckte Predigt sein. Es ist nicht viel besser als Gotteslästerung, wenn man das Gebet zur Schaustellung macht. Schöne Gebete sind meistens gar nicht fromm. … Lange Gebete enthalten entweder Wiederholungen oder unnötige Erklärungen, deren Gott nicht bedarf, oder sie arten in eine Predigt aus. Ihr braucht nicht im Gebet den Katechismus aufzusagen oder alle eure oder eurer Gemeindeglieder Erfahrungen herzuzählen … Es ist nicht notwendig, daß ihr solange fortredet, bis jedermann denkt: »Wenn er doch endlich Amen sagen würde!«
C. H. Spurgeon, gefunden in der Zeitschrift »Der schmale Weg«, Januar 2010
oder, wie es Jesus ausgedrückt hat:
Aber als Betende — nicht solltet ihr quaken, ebenso wie die aus den Nationen; denn sie meinen, daß sie in ihrem Vielworten erhört werden.
Mt. 6, 7
0,0000094 Prozent oder: Von Vater Gott zu Mutter Erde
21. Januar 2010
Ich staune regelmäßig, wieviel geistlichen Durchblick ungeistliche Menschen doch manchmal haben und wie wenig geistlichen Durchblick sogenannte »Geistliche«. Soviel Klarheit hätte ich in einem Fernsehsender jedenfalls eher nicht erwartet:
In einem Leserbrief an die F.A.Z. beschreibt Dr. Urban Cleve aus Dortmund sehr deutlich anhand eines Beispieles, wie sehr doch der Klimawahn Glaubens- und nicht Wissenssache ist:
Ich wurde kürzlich auf dem Westenhellweg an einem Stand des »BUND« von einem Mitarbeiter auf CO2 angesprochen. Danach folgte folgendes Gespräch: »Wie hoch ist denn der Anteil des CO2 in der Luft?« Antwort: »Hoch«. »Wie hoch denn?« »Sehr hoch.« »Wie viel Prozent?« »Weiß ich nicht.«
Citat des Tages VIII
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19. Januar 2010
Ein Angestellter, der nicht sein Bestes in Bezug auf zuverlässige Arbeit gibt, und ein Arbeitgeber, der kein gerechtes Entgelt dafür leistet, entheiligen beide den Namen Gottes, denn Diebstahl entheiligt seinen Namen.
Robertson McQuilkin
Dr. Siegfried Fritsch · Märchen und Sagen
12. Januar 2010
Verlag One Way Spot
Taschenbuch, 234 Seiten
ISBN-10: 3927772267
ISBN-13: 978-3927772267
Fritsch unternimmt mit seinem Buch den Versuch einer geistlichen Deutung der deutschen Märchen- und Sagenwelt. Anhand einer Vielzahl von Beispielen zeigt er auf, daß diese Geschichten, die ja auch einige Christen für harmloses Kulturgut halten, für die gesunde seelische und geistliche Entwicklung eines Kindes verheerend sind.
Citat des Tages VII
20. Dezember 2009

Schmerzerfüllt schrieb einst der Apostel Paulus von einem seiner bisherigen Mitarbeiter: »Demas hat mich verlassen und die Welt liebgewonnen.«
Wenn dieser Demas heute lebte, dann hätte er es nicht nötig, die christliche Gemeinde zu verlassen. Er würde bleiben, weil er in der Jugendarbeit der Christenheit ein großartiges Betätigungsfeld fände. Ja, er würde bald zu hohen Ehren aufsteigen. Und dann würde er in irgend einem Jugendblatt einen Aufsatz schreiben, in welchem er dem Apostel Paulus nachweisen würde, daß er eine »pietistische« oder gar »introvertierte« Theologie hätte und daß er, der Paulus, schuldig sei an dem gesetzlichen Wesen in der bisherigen Gemeindearbeit.
In einem zweiten Aufsatz würde er den Aposteln sagen: Es geht nicht an, daß ihr solch einen Trennungsstrich zieht zwischen Gemeinde und Welt, wie es der Johannes tut in dem Satz: »Habt nicht lieb die Welt!« So darf man nicht sagen und tun! Denn — so würde Demas ausführen — »das Salz gehört in die Suppe und nicht neben den Suppentopf!«
Ich sehe die Artikelserie des Demas vor mir. Darin würde er etwa schreiben: Es geht nicht an, daß ihr zu den Götzenfesten der Heiden einfach »Nein!« sagt. Ihr müßt mitfeiern und dafür sorgen, daß es hübsche, nette und anständige Götzenfeste werden! So etwa würde Demas heute schreiben.
Wilhelm Busch, 1958
Vorwärts in die Vergangenheit
8. Dezember 2009
Link des Tages: »Vorwärts in die Vergangenheit« — Claudio Casula (in Hochform) erklärt auf »Spirit of Entebbe« die EU-Forderung, daß Israel sich auf die Waffenstillstandslinien von 1967 zurückziehen solle.
Klimagipfel und Demokratie erklärt, ebenfalls in Bestform, Hans Heckel.
Fremde Federn: Knopf im Ohr
26. November 2009
Der folgende Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung des Autors Adrian Michael Schell. Er ist urspünglich am 10. November auf dessen Blog erschienen. Adrian Michael Schell ist Buchhändler und seit Oktober 2005 in der Ausbildung zum Rabbiner am Abraham Geiger Kolleg in Berlin und an der Universität Potsdam. Er betreut die Kolumne »Ask the Rabbi« auf haOlam.de
Tätowierungen — Ein neuer Kult?!
Ich mag Tätowierungen und Piercings nicht. Vielleicht bin ich an der Stelle ein wenig altmodisch, aber ich finde, dass unsere Körper ihren eigenen Reiz haben und dass Tätowierungen oder auch Pircings diesen eher entzaubern als verstärken. Vielleicht schwingt in meiner Abneigung auch eine biblische Tradition mit, die sich aus einem klaren Verbot von Einschnitten in die Haut und Tätowierungen ergibt. Es handelt sich im Konkreten um einen Vers aus dem dritten Buch Mose (Vajikra), Kapitel 19:28:
„Und Einschnitte um einen Toten sollt Ihr nicht machen in Euren Leib, und Ätzschriften sollt Ihr an Euch nicht machen. Ich bin der Ewige.“
Bevor wir zu leichtfertig eine Handlung durch die Bibel bestätigen oder ablehnen, sollten wir genau hinschauen. Warum steht der Text genauso in der Heiligen Schrift? Was könnte der Grund dafür sein, dass sich ein biblisches Gebot für oder gegen eine Sache ausspricht?



