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Weltgeschehen


»If you wish, you can«: Abtreibung und Eugenik

28. September 2009

Wie die F.A.Z. heute meldet, hat das spanische Kabinett eine Gesetzesvorlage gebilligt, die Abtreibung als »Recht der Frauen« definiert und dieses »Recht« auch minderjährigen Mädchen ohne Zustimmung ihrer Eltern zuspricht. Bisher ist in dem Gesetzentwurf nicht einmal eine Information der Eltern vorgesehen. Die F.A.Z. spricht übrigens von »Schwangerschaftsunterbrechung« und benutzt damit einen propagandistischen Kampfbegriff aus der DDR, der die Endgültigkeit des Geschehens verschleiert — was man unterbricht, kann man schließlich bei Gelegenheit fortsetzen. Bisher entspricht das spanische »Recht« im Grundsatz dem deutschen, das in der Abtreibung zwar theoretisch ein Delikt sieht, dieses aber regelmäßig nicht bestraft. Das neue spanische Gesetz würde den Zugang zur Abtreibung kostenlos gewähren und außerdem das Recht von Ärzten und Krankenschwestern beschneiden, aus Gewissensgründen nicht an einer Abtreibung teilzunehmen.

»No food shall be grown, that we don’t own.«

18. Juni 2009

Die Kontrolle der Welternährung

Am 25. Januar hatte ich geschrieben:

»… Überhaupt neigt die Industrie seit einigen Jahren dazu, lieber Nutzungsrechte zu überlassen als Waren zu verkaufen. Bei Software ist man schon gewohnt, nicht das Produkt, sondern nur eine Nutzungslizenz zu erwerben. Jetzt kommt die Hardware: So werden gewerbliche Großkopierer schon sehr häufig nicht gekauft, sondern gegen ›Klick-Preis‹ überlassen, d. h., der Kunde zahlt einen monatlichen Grundbetrag und einen zusätzlichen Preis je Kopie. Für den Anbieter hat das große Vorteile, er hat den Kunden ständig an der Leine. Der Kunde wird damit geködert, daß er eine gut planbare monatliche Belastung habe, aber natürlich zahlt er insgesamt normalerweise mehr, als wenn er das Gerät einfach kaufen würde.

Postnatale Spätabtreibung in Wichita

1. Juni 2009

Eigentlich wollte ich über ein ganz anderes Thema schreiben. Aber da ist mir eine aktuelle Meldung dazwischengekommen:

»Tiller the Killer« ist tot
Spätabtreibungsarzt erliegt sehr, sehr später Spätabtreibung

Dr. George Tiller, ein auf Spätabtreibungen spezialisierter Abtreibungsarzt in Wichita, der laut Eigenwerbung über sechzigtausend Kinder abgetrieben hat, davon über zehntausend Spätabtreibungen, wurde gestern in seiner Kirche erschossen. Die Kirche allein ist einen Blick wert, hat sie doch solch witzige Dienstzweige wie »Golfers for God« oder »Womans Night out«, wo erwachsene Frauen dazu angeleitet werden, sich in Kneipen herumzutreiben — alles ganz streng zum Spaß und für das Werk des Herrn natürlich, es fragt sich nur, welches Herrn. Da kann es dann auch nicht verwundern, daß Tiller ein besonders perfides System aufbauen konnte, indem er seinen mörderischen Praktiken einen »geistlichen« Überbau verpaßte.

Wir sind Obama!

21. Januar 2009

Byzantinischer Personenkult
in Übersee

Bei
diesem Bild, das »Schüler und Lehrer bei einer Obama-Demonstration« zeigt, läuft es mir doch einigermaßen kalt den Rücken ’runter. Es erweist, wie sehr dieser ganze Obama-Hype tiefreligiöse Züge trägt. Eine solch messianische Verklärung, ein derartiger Personenkult ist eigentlich in Demokratien unbekannt, er erinnert an Kim Il Sung, Mao, an Stalin und Führergeburtstag. Damit will ich Obama diesen Diktatoren durchaus nicht gleichsetzen, aber ein ganz, ganz mulmiges Gefühl beschleicht mich bei Ansicht solcher Bilder doch.

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