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Klerikalismus


Was für ein Glas!

23. Februar 2010

 

Wie die F.A.Z. berichtet, hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, letztens in einem Interview geäußert, sie träume bereits davon, sich eines Tages wieder mehr ins Private zurückzuziehen. Zielstrebig, wie sie nun einmal ist, arbeitet sie auch bereits an der Erfüllung dieses Traumes. 

Am Wochenende wurde sie von der Polizei in Hannover erwischt, wie sie betrunken mit ihrem Phaeton eine rote Ampel überfuhr. Nun hat diese Frau ja in ihrem Leben schon so viele (geistliche) Stopschilder überfahren, daß eine rote Ampel wohl nur eine Frage der Zeit war. 

Nachdem die Polizisten sie mit 1,54 Promille im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit angehalten hatten, soll sie zur Entschuldigung vorgebracht haben, daß sie ja »nur ein Glas getrunken« habe. Dieses Glas gibt mir ernsthaft zu denken. Um sich in einen solchen Zustand zu trinken, müßte das Glas (wenn man mal von Wein ausgeht) gigantische Ausmaße gehabt haben, also beinahe ein Literglas. Auf eine handelsübliche Glasgröße käme sie eigentlich nur, wenn sie Primasprit* getrunken hätte. Das wäre dann allerdings auch wieder ein Grund zu ernster Besorgnis. Von russischen Kampftrinkern habe ich so etwas schon gehört, die sterben dann allerdings auch nicht an Leberzirrhose, sondern an einem Speiseröhrendurchbruch, auch bekommt man das Zeug nicht lebend runter, ohne außerordentlich gut in Übung zu sein.

vom Übersetzen

8. Februar 2010

 

Gelegentlich bin ich gefragt worden, welche Bibelübersetzung ich hier verwende und warum. Bevorzugt nutze ich die Dabhar-Übersetzung von F. H. Baader (Die Geschriebene des Alten und Neuen Bundes). Der Grund liegt in ihrer Genauigkeit. Mir ist bisher keine andere deutsche Übersetzung bekannt, die dem Grundtext derart nahekommt. Das bedeutet freilich, daß sie keine bequeme Übersetzung ist.

Denn die Genauigkeit erfordert Wortschöpfungen, die nicht immer unserer Alltagssprache entsprechen. Das kann auch gar nicht anders sein: Die biblischen Sprachen — Althebräisch, Aramäisch, Altgriechisch (Hellenisch) — entsprechen in ihrer Struktur nicht unbedingt dem modernen Hochdeutschen. Die Übersetzung hat also die Aufgabe, die Verständniskluft zwischen Ursprungstext und der Sprachwelt des Lesers zu überbrücken.
Dafür gibt es nach Schleiermacher zwei gegenläufige Übersetzungsprinzipien: Das eine besteht darin, den Grundtext an das Denken des Lesers anzupassen. Das andere besteht darin, das Denken des Lesers auf den Grundtext zuzubewegen. Wenn ich einen Grisham-Roman lese, dann habe ich kein Problem damit, wenn der Übersetzer das erste Prinzip anwendet. An die Übersetzung der Bibel stelle ich freilich andere Anforderungen. Der zweite Weg — Heranführung des Lesers an den Grundtext — ist freilich nur möglich, wenn der Leser mitarbeitet, er erfordert den mündigen Leser. Die Dabhar-Übersetzung folgt diesem zweiten Übersetzungsprinzip. Begründet ist dies z. B. in Röm. 12, 2:

Wolfsblut

1. Februar 2010


»Hinter sich selbst her« — über die Wolfsnatur der Denominationen

In seiner Abschiedsrede vor den Ältesten von Ephesos in Milet (Apg. 20) spricht Pauls von den »schweren Wölfen, die das Herdlein nicht verschonen werden« und beschreibt diese Wölfe als Männer, die aus der Mitte der Herausgerufenen [G] aufstehen werden, um die Lernenden (Jünger) wegzuzerren hinter sich selbst her. Wenn wir in seinen Briefen nach näheren Anhaltspunkten dafür suchen, was es mit dieser Aussage auf sich hat, stoßen wir auf den ersten Brief an die Korinther. Aber gehen wir der Reihe nach:

Käßmann: Äußerungen von Jesus und Paulos »nicht mehr akzeptabel«

9. Dezember 2009 

   

 

Wie das Pro-medienmagazin meldet hat die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, sich von »fundamentalistischen evangelikalen Gruppen« distanziert.

 

Gegenüber dem Fernsehsender »Phoenix« sagte sie:

Schlechte Presse für den Pontifex Maximus

3. Februar 2009

Benedikt XVI., der sich normalerweise des Wohlwollens der deutschen Presse gewiß sein kann, hat auf einmal schlechte Schlagzeilen. Das kommt erstens daher, daß er die Excommunikation der Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgehoben hat, einer tatsächlich obscuren Truppe, die im Wortsinne »päpstlicher als der Papst« ist, sozusagen eine »Sekte in der Sekte« [G]. Auf ihrer Netzseite findet man das Gebet »… so gib uns Gesundheit an Leib und Seele, damit wir mit Deinem Beistand überwinden, was wir für unsere Sünden leiden …«. Aha. Man leidet also nicht an seinen Sünden sondern man leidet selbst für seine Sünden und erlöst sich demzufolge auch selbst, so als hätte Christus nicht für unsere Sünden gelitten. Man opfert ja schließlich auch selbst (siehe Abbildung) und braucht deshalb das einmalige und unbegrenzt gültige Opfer des Christus nicht.

Im Verborgenen — Okkultismus neu betrachtet

11. Januar 2009
Wenn wir von Okkultismus hören, denken wir zumeist spontan an Astrologie, Kartenlegen, Glaskugel, Gläserrücken, Pendeln, Bleigießen, Wahrsagerei, an geheimnisvolle Séancen und andere esoterische Praktiken. Dies ist nicht falsch. Aber es ist bei weitem nicht die ganze Wahrheit.

Ganz allgemein bezeichnet okkultes Wirken das Wirken im Verborgenen, das Geheimnisvolle, den Augen der Öffentlichkeit entzogene. Wir finden aber in der Bibel einen Begriff, der das Bedeutungsspektrum des Okkulten erheblich erweitert. In Apostelgeschichte 19, 19 lesen wir:

»Viele aber von denen, welche vorwitzige Künste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten den Wert derselben und fanden ihn zu fünfzigtausend Stück Silber.« (Elberfelder)


Dabhar übersetzt hier:

»(Hin)reichend (viele) aber der die (okkult) umwirkenden (Kräfte) Praktiziert(hab)enden, (als) die Buchrollen Zusammengetragen(hab)ende, brannten sie (sie) (nieder) im Auge aller, und sie erkieselten ihre Werte zusammen und fanden (sie) (als) fünfzigtausend (des) Silbernen.«

 

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