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Archive - 2011
Oktober 16th
Hanne K. Götze · »Kinder brauchen Mütter«
16. Oktober 2011

Hanne K. Götze
Kinder brauchen Mütter
Die Risiken der Krippenbetreuung — was Kinder wirklich stark macht
Ares-Verlag
€ 19,90
gebunden, 277 Seiten
ISBN-10: 3902475943
ISBN-13: 978-3902475947
Dieses Buch hat eine bewegte Geschichte: Nachdem es im vergangenen Jahr in einem großen Verlagshaus schon fertig lektoriert war, weigerte sich die Vertriebsmannschaft unter tumultartigen Scenen und heftigster Ablehnung, das Werk den Buchhändlern anzutragen. Man fürchtete, die Händler könnten den Verlag künftig meiden. Die großen commerziellen »christlichen« Verlage haben es denn auch abgewimmelt. Im Frühjahr 2011 ist es endlich im österreichischen Ares-Verlag erschienen.
Was birgt ein Buch, das schon vor seinem Erscheinen solche Abwehr auslöst? Etwas eigentlich ganz Triviales: Ein leidenschaftliches, aber auch kenntnisreich und sachlich fundiertes Plaidoyer für die häusliche Erziehung von Kindern und ausführliche Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen kindlicher Fremdbetreuung.
Oktober 11th
Einmal andersherum betrachtet …
11. Oktober 2011
Und das Wort wurde Fleisch und hatte Zelt inmitten von uns, und wir erschauten seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als des Alleiniggewordenen seitens des Vaters, voller Gnade und Wahrheit.
(Joh. 1, 14)
Gegen den Codex Sinaiticus, der die älteste vollständige Handschrift des Neuen Testaments enthält, wird von Kritikern häufig vorgebracht, daß Konstantin Tischendorf ihn im Sinai-Kloster in einem Abfallkorb gefunden hat. Die Mönche, so ist zu hören, werden schon gewußt haben, warum sie ihn verworfen hätten.
Man kann diese Anekdote aber auch genau andersherum bewerten: So wie die Religiösen den Christos verworfen (1. P. 2, 4) und an des Fluchholz gebracht haben, so haben sie auch sein Wort dem Abfall überantwortet, statt es zu hüten. Amos verurteilt, daß Jehudah Jahwehs Zielgebung verworfen und seine Gesetze nicht gehütet hat (Am. 2, 4). Bei den in Götzendienst verstrickten Mönche kann dies kaum anders gewesen sein. Die Parallele zwischen dem verworfenen Christos am Pfahl[G] und dem verworfenen Wort im Abfallkorb ist desto schlüssiger, da Johannes uns Jesus als das personifizierte Wort Gottes vorstellt.

Oktober 7th
Ich glaub’, ich steh’ im Wald: Bäume pflanzen für Al Gore
7. Oktober 2011
Baumpflanzer, das sind doch die Guten! Leute sicherlich, die dem Raubbau des Menschen an der Natur etwas entgegensetzen und zerstörte Lebensräume aufforsten, um die Erde wieder etwas lebenswerter zu machen. Und tatsächlich: Wenn wir zum Beispiel nach Israel sehen, dann stellen wir fest, daß die Aufforstungsprogramme neben der Landwirtschaft einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, daß das Land, das Mark Twain in seinem Reisebericht von 1867 noch als trostlose Wüstenei beschrieben hat, heute grünt und blüht. Die pestilenzartige Ausbreitung der Klimareligion hat freilich dazu geführt, daß heutzutage auch eine ganz andere Art von Baumpflanzern unterwegs ist:
September 29th
Shanah tovah 5772
29. September 2011
Ich grüße alle Leser zu Neujahr 5772 mit Markus 13.
שנה טובה
September 27th
Citat des Tages XLIII
27. September 2011
»Besser eine schlechte Presse
als eine gute Grabrede.«
Benjamin Netanjahu vor der UNO-Vollversammlung, Freitag, 23. 9. 11
Photo: gemeinfrei
September 25th
Papst distanziert sich erneut in aller Deutlichkeit vom Katholizismus
25. / ergänzt 26. September 2011
Ich wollte das gar nicht! Er hat mich provoziert! Ja, schon wieder! Wirklich! Ich hatte ganz bestimmt nicht vor, den Deutschlandbesuch eines römischen Gurus mit einer Geiernotiz aufzuwerten. Es ist schließlich auch gar nicht zu leisten, hier jeden Touristen persönlich mit ein paar Zeilen zu begrüßen. Ich hätte nichts gesagt. Ich wäre einfach höflich schweigend und mir mein Teil denkend darüber hinweggegangen. Aber er hat es mal wieder übertrieben. Aber sowas von übertrieben!
Da sind also die evangelischen Kirchenfürsten, die schon um ihrer Pensionen willen nichts davon wissen wollen, daß geistliche Einheit nicht aus der Annäherung von Sekten[G], sondern nur aus deren Überwindung erwächst, extra angetreten, um dem Obersten aller Katholiken Reverenz zu erweisen in der Hoffnung, daß er dafür ein kleines bißchen evangelischer würde — und was antwortet er ihnen? Die Erwartung, er könne ihnen entgegenkommen, gründe nur auf einem Mißverständnis:
»Der Glaube der Christen beruht nicht auf einer Abwägung unserer Vor- und Nachteile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken und aushandeln.«
September 24th
Citat des Tages XLII
24. September 2011
»Heute engagieren sich die Frauen in der wissenschaftlichen Forschung, sie arbeiten auf Baustellen in der Industrie … und haben daher nicht mehr genügend Zeit, um ihren täglichen Pflichten zu Hause nachzukommen — dem Haushalt, der Erziehung der Kinder und der Schaffung einer familiären Atmosphäre. Wir haben erkannt, daß viele unserer Probleme — im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher, in unserer Moral, der Kultur und der Produktion — zum Teil durch die Lockerung der familiären Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Manne in allen Bereichen gleichzustellen.
Michael Sergejewitsch Gorbatschow
Gorbatschow, M., »Perestroika«, München 1987, in: Pechstein, J.: »Das ›Ja zum Kind‹ durch Kinderbewahranstalten?« in Sozialpädiatrie 11/1993/4, S. 34; cit. nach Götze, H. K.: »Kinder brauchen Mütter«, Ares Verlag 2011
September 18th
Kleine Zeitungsschau V
18. September 2011
In Kalifornien hatte ein Hinterhof-Atheistenverein (ja, der Verein heißt buchstäblich Backyard Sceptics) für gestern geplant, Bibelverse zu zerreißen. Nun ja. Dafür sind es ja schließlich auch Atheisten. Man sollte von einem Vogelbeerbaum keine Pflaumen erwarten. Ich habe gar nicht weiterverfolgt, was aus der Sache geworden ist; durchaus mehr Kummer machen mir die Christen, die Bibelverse durch ihre Traditionen ungültig machen beziehungsweise das Wort Gottes lästern, ohne dabei auch nur das geringste Schuldbewußtsein zu haben. Überhaupt: Wenn ich mir die christliche Publizistik so ansehe, machen wir uns viel zu viele Gedanken über die Verfehlungen der Welt und viel zu wenig Gedanken über die Verfehlungen der Christen.
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September 16th
Äpfel? Birnen? Sozialismen.
15. September 2011
Edvins Šnore
DVD, 86 Minuten
deutsche Ausgabe: Kopp Media
€ 19,95

Mir ist ja immer wieder suspekt, wenn behauptet wird, man könne Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Warum auch nicht? Äpfel und Birnen haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Sinn eines Vergleichs ist es, die einen wie die anderen herauszuarbeiten und darzustellen. Richtig grantig können einige Zeitgenossen werden, wenn man Sozialismen miteinander vergleicht — die nationale und die internationalistische Spielart zum Beispiel.
Der Film »Sowjet-Story« des lettischen Regisseurs Edvins Šnore erzählt die Geschichte des sowjetischen Terrors und stellt dabei sowohl die Ähnlichkeiten mit dem National-Sozialismus in Deutschland als auch die außerordentlich enge Zusammenarbeit der beiden Regime bis 1941 heraus.
September 9th
Wenn die Hütte brennt: Rauchzeichen deuten
9. September 2011
Warum Axel Hüls jetzt doch gefangen wurde? Warum seine Frau nun doch Erfolg damit hatte, seine Kinder nach Deutschland entführen zu lassen? Warum trotzdem kein Feuer vom Himmel fällt? Ja, woher soll ein Durchschnittsgeier das wissen? Ist das eine Niederlage? Gegenfrage: Ist es eine Niederlage, am Fluchholz[G] zu hängen? Ich hatte schon im Juni geschrieben:
»Erfolg ist kein Zeichen von Segen, Mißerfolg kein Zeichen von Unsegen.«
Letztens habe ich eine Geschichte gelesen — ich weiß nicht, ob es eine authentische Geschichte oder eine fiktive war — über einen Schiffbrüchigen, der sich mit Mühe auf seiner Insel eine notdürftige Hütte gebaut hatte. Als er von einem Streifzug zur Nahrungssuche zurückkam, stand die Hütte — und damit all sein dürftiger Besitz — in Flammen; die Sonne mußte sie entzündet haben. Als er dies sah, erging er sich in düsteren Vorwürfen Gott gegenüber. Wenig später wurde er gefunden und von einem Schiff aufgenommen. Als er die Leute der Besatzung fragte, wie sie ihn denn ausfindig gemacht hätten, sagten sie: »Wir haben die Rauchzeichen gesehen.«
Kann man etwas aus der Sache Hüls lernen?




