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Archive - 2014


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Dezember 21st

Hetzinfarkt: Brandgefährliche Feuerwehr?

21. Dezember 2014

 

Was hat man den islamkritischen Montagsspaziergängern von Dresden* nicht schon alles vorgeworfen: SPD-Fraktionschef Oppermann, derzeit froh und dankbar um jede Schlagzeile, in der nicht das Wort »Edathy« vorkommt, nennt sie »Rassisten«, geradeso, als ob der Islam nicht eine politreligiöse Ideologie, sondern eine Rasse wäre. Ratten seien sie, meint wiederum Hannelore Kraft, denn indem sie die Organisatoren als »Rattenfänger« bezeichnet, impliziert sie, daß die Demonstranten Ratten sein müssen. »Eine Schande für Deutschland« seien die Demonstranten, meint Bundesjustizminister Maas. Er ist nicht so breit wie Frau Nahles, nicht so blond wie Frau Schwesig, nicht so poltrig wie Herr Gabriel, wollte aber eben auch endlich mal in die Nachrichten. Das hat er mit seiner Bemerkung tatsächlich geschafft, freilich rätselt Deutschland nun nicht, was diese über die Demonstranten aussagt, sondern vielmehr, was sie uns über einen Justizminister und dessen Rechtsverständnis erzählt, der es für eine Schande hält, wenn Bürger ihre grundgesetzlich verbrieften Rechte wahrnehmen. Den »Point Godwin« darf sich diesmal der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger ans Revers heften, der die Demonstranten so zuverlässig wie vorhersehbar als »Neonazis in Nadelstreifen« titulierte, wahrscheinlich nur um der allzu albernen Alliteration willen, da, wenn man sich die Demonstranten so ansieht, noch nicht einmal die Nadelstreifen einen Realitätsbezug haben.

Dezember 6th

Nicht EIN Gerechter

6. Dezember 2014

 

Nachdem sich vor sechs Jahren in der hessischen SPD noch vier Abgeordnete gefunden hatten, die einer Regierungsbildung mit Hilfe der SED verhinderten, hat sich gestern weder in der SPD-Fraktion noch in der Fraktion der Grünen ein Abgeordneter gefunden, der die Machtergreifung der SED in Thüringen verhindert hätte. Ein einziger Gerechter hätte ausgereicht. Aber es fand sich nicht einer.

Soviel Thüringer Baldriantinktur kann man ja gar nicht trinken, wie man müßte, um das emotionslos hinnehmen zu können.

 

 

Gleichworten [Glossar]

Gleichworten [όμολογέω]

 

Lt. Begriffserklärungen zur Dabhar-Übersetzung »Ein mit Worten Zur-Wahrheit-Stehen, wobei im Bekenntnis zu dieser Wahrheit dieselbe bestätigt wird. Nicht nur der mit der Geschriebenen (Bibel) übereinstimmende Wortlaut, sondern die mit der biblischen Begriffsfüllung der Wörter übereinstimmende Bezeugung der Wahrheit. Es geht also nicht allein um ein ›Bekennen‹, sondern ein ›Sich-Bekennen zu den Aussageinhalten der Geschriebenen‹.« (gekürzt)

 

 

 

 

Dieser Artikel ist Bestandteil des Glossars.

Dezember 3rd

Der kleine Unterschied

3. Dezember 2014

 

 

»Es ist möglich, daß ich mich blamiere. Indes ist dann immer mit einiger Dialektik wieder zu helfen. Ich habe natürlich meine Aufstellungen so gehalten, daß ich im umgekehrten Fall auch recht habe.«

 Karl Marx, Brief an Engels, 1857, MEW 29, 161

 

Es sei aber euer Wort »ja, ja«, »nein, nein«; aber das Um-und-Um von diesen ist aus dem Bösen.

Mt. 5, 37

 

Treund[G] aber ist der Gott, daß unser Wort zu euch nicht zugleich Ja und Nein ist. 

2. Kor. 1, 18

 

Das Ja sei ja, und das Nein nein, auf daß ihr nicht unter Gericht fallet.

 Jak. 5, 12

 

 

November 24th

Weiter geht’s …

24. November 2014

 

Liebe Leser, liebe Freunde, das war so nicht geplant. Daß ein komplexer Umzug mit Wohnung und Betrieb sowie eine Baustelle nicht ohne Schmerzen und Einschränkungen zu haben sind, war mir zwar irgendwie schon klar, aber eigentlich wollte ich schon viel eher wieder Tritt gefaßt haben. Dabei weiß ich schon, daß viele eine Statusmeldung zwischendurch geschätzt hätten. Allein: Zeitweise haben Zeit und Kraft nicht einmal dafür gereicht, später dachte ich dann, daß sich das nicht mehr lohnt, weil es hier ja sowieso bald wieder weiterginge. So verschätzt man sich bisweilen. Zumindest mit den Vorderhufen ist die Kuh aber mittlerweile vom Eis; die spannende Frage jedoch, ob nun meine Baustelle oder der Berliner Flughafen zuerst fertig wird, muß zunächst unbeantwortet bleiben. Berlin rechnet inzwischen mit 2018, ich habe erst einmal gar keine Prognose. Ausgesucht habe ich mir die Angelegenheit nicht. Da der alte »Geierhorst« abgerissen wird, mußte ich innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine neue Lösung finden, was unter den gegebenen Umständen nicht wirklich problemfrei war. Endlich haben sich aber doch ganz erstaunliche Lösungen aufgetan. Hat jemand noch den Lernvers von letzter Woche parat? Richtig: »Wir gewahren aber, daß denen, die den Gott lieben, er alles hinein in Gutes zusammenwirkt …«, ein Vers, den ich nicht citieren kann, ohne gleich anmerken zu müssen, daß hier einige Übersetzungen schon ziemlich materialistisch daherkommen, wenn sie behaupten, »daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen«. Es sind nämlich durchaus nicht die Dinge, die uns da freundlich gesonnen und dienstwillig wären, es ist vielmehr Jahweh, der diese Dinge (und gegen ihr heftiges Widerstreben zumeist!) mit Gewalt dahinein zusammenwirkt, daß sie uns letztlich doch zum Guten sein müssen. So setzen wir unsere Zuversicht nicht auf die Dinge, sondern auf den Herrn der RDinge.

Wie auch immer: Es ist hier indes ja auch ohne mich ganz munter weitergegangen. Die Besucherzahlen — täglich knapp fünfhundert Besucher, die zwei- bis dreitausend Seiten aufrufen — sind nur unwesentlich zurückgegangen; es scheinen die Geiernotizen wohl auch als Archiv einigermaßen brauchbar.

Januar 20th

Das grüne Wunder: Unser Wald

20. Januar 2014

 

Spektakuläre Aufnahmen von atemberaubender Schönheit: Der Film »Das grüne Wunder: Unser Wald« von Jan Haft zeigt den europäischen Wald, wie ihn wohl auch Naturfreunde bisher kaum gesehen haben. Auch für Kinder, die alt genug sind, mit den Dramen um Leben und Tod im Wald umzugehen, ist der Film zu empfehlen. Er bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, thematisch einzuhaken und nebenher im Gespräch geistliche Grundwahrheiten zu vermitteln. Bis auf den unvermeidlichen Kotau vor dem Evolutionismus — die »Jahrmillionen«, die unbedingt in einen Nebensatz gepreßt werden mußten — und die etwas volkspädagogisch geratenen Schlußminuten ist der Film über weite Strecken ideologiefrei. Im Moment ist er — vermutlich nur für wenige Tage — in der ARD-Mediathek zu sehen.

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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