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Archive - Sep 2011
September 29th
Shanah tovah 5772
29. September 2011
Ich grüße alle Leser zu Neujahr 5772 mit Markus 13.
שנה טובה
September 27th
Citat des Tages XLIII
27. September 2011
»Besser eine schlechte Presse
als eine gute Grabrede.«
Benjamin Netanjahu vor der UNO-Vollversammlung, Freitag, 23. 9. 11
Photo: gemeinfrei
September 25th
Papst distanziert sich erneut in aller Deutlichkeit vom Katholizismus
25. / ergänzt 26. September 2011
Ich wollte das gar nicht! Er hat mich provoziert! Ja, schon wieder! Wirklich! Ich hatte ganz bestimmt nicht vor, den Deutschlandbesuch eines römischen Gurus mit einer Geiernotiz aufzuwerten. Es ist schließlich auch gar nicht zu leisten, hier jeden Touristen persönlich mit ein paar Zeilen zu begrüßen. Ich hätte nichts gesagt. Ich wäre einfach höflich schweigend und mir mein Teil denkend darüber hinweggegangen. Aber er hat es mal wieder übertrieben. Aber sowas von übertrieben!
Da sind also die evangelischen Kirchenfürsten, die schon um ihrer Pensionen willen nichts davon wissen wollen, daß geistliche Einheit nicht aus der Annäherung von Sekten[G], sondern nur aus deren Überwindung erwächst, extra angetreten, um dem Obersten aller Katholiken Reverenz zu erweisen in der Hoffnung, daß er dafür ein kleines bißchen evangelischer würde — und was antwortet er ihnen? Die Erwartung, er könne ihnen entgegenkommen, gründe nur auf einem Mißverständnis:
»Der Glaube der Christen beruht nicht auf einer Abwägung unserer Vor- und Nachteile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken und aushandeln.«
September 24th
Citat des Tages XLII
24. September 2011
»Heute engagieren sich die Frauen in der wissenschaftlichen Forschung, sie arbeiten auf Baustellen in der Industrie … und haben daher nicht mehr genügend Zeit, um ihren täglichen Pflichten zu Hause nachzukommen — dem Haushalt, der Erziehung der Kinder und der Schaffung einer familiären Atmosphäre. Wir haben erkannt, daß viele unserer Probleme — im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher, in unserer Moral, der Kultur und der Produktion — zum Teil durch die Lockerung der familiären Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Manne in allen Bereichen gleichzustellen.
Michael Sergejewitsch Gorbatschow
Gorbatschow, M., »Perestroika«, München 1987, in: Pechstein, J.: »Das ›Ja zum Kind‹ durch Kinderbewahranstalten?« in Sozialpädiatrie 11/1993/4, S. 34; cit. nach Götze, H. K.: »Kinder brauchen Mütter«, Ares Verlag 2011
September 18th
Kleine Zeitungsschau V
18. September 2011
In Kalifornien hatte ein Hinterhof-Atheistenverein (ja, der Verein heißt buchstäblich Backyard Sceptics) für gestern geplant, Bibelverse zu zerreißen. Nun ja. Dafür sind es ja schließlich auch Atheisten. Man sollte von einem Vogelbeerbaum keine Pflaumen erwarten. Ich habe gar nicht weiterverfolgt, was aus der Sache geworden ist; durchaus mehr Kummer machen mir die Christen, die Bibelverse durch ihre Traditionen ungültig machen beziehungsweise das Wort Gottes lästern, ohne dabei auch nur das geringste Schuldbewußtsein zu haben. Überhaupt: Wenn ich mir die christliche Publizistik so ansehe, machen wir uns viel zu viele Gedanken über die Verfehlungen der Welt und viel zu wenig Gedanken über die Verfehlungen der Christen.
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September 16th
Äpfel? Birnen? Sozialismen.
15. September 2011
Edvins Šnore
DVD, 86 Minuten
deutsche Ausgabe: Kopp Media
€ 19,95

Mir ist ja immer wieder suspekt, wenn behauptet wird, man könne Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Warum auch nicht? Äpfel und Birnen haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Sinn eines Vergleichs ist es, die einen wie die anderen herauszuarbeiten und darzustellen. Richtig grantig können einige Zeitgenossen werden, wenn man Sozialismen miteinander vergleicht — die nationale und die internationalistische Spielart zum Beispiel.
Der Film »Sowjet-Story« des lettischen Regisseurs Edvins Šnore erzählt die Geschichte des sowjetischen Terrors und stellt dabei sowohl die Ähnlichkeiten mit dem National-Sozialismus in Deutschland als auch die außerordentlich enge Zusammenarbeit der beiden Regime bis 1941 heraus.
September 9th
Wenn die Hütte brennt: Rauchzeichen deuten
9. September 2011
Warum Axel Hüls jetzt doch gefangen wurde? Warum seine Frau nun doch Erfolg damit hatte, seine Kinder nach Deutschland entführen zu lassen? Warum trotzdem kein Feuer vom Himmel fällt? Ja, woher soll ein Durchschnittsgeier das wissen? Ist das eine Niederlage? Gegenfrage: Ist es eine Niederlage, am Fluchholz[G] zu hängen? Ich hatte schon im Juni geschrieben:
»Erfolg ist kein Zeichen von Segen, Mißerfolg kein Zeichen von Unsegen.«
Letztens habe ich eine Geschichte gelesen — ich weiß nicht, ob es eine authentische Geschichte oder eine fiktive war — über einen Schiffbrüchigen, der sich mit Mühe auf seiner Insel eine notdürftige Hütte gebaut hatte. Als er von einem Streifzug zur Nahrungssuche zurückkam, stand die Hütte — und damit all sein dürftiger Besitz — in Flammen; die Sonne mußte sie entzündet haben. Als er dies sah, erging er sich in düsteren Vorwürfen Gott gegenüber. Wenig später wurde er gefunden und von einem Schiff aufgenommen. Als er die Leute der Besatzung fragte, wie sie ihn denn ausfindig gemacht hätten, sagten sie: »Wir haben die Rauchzeichen gesehen.«
Kann man etwas aus der Sache Hüls lernen?
September 7th
Citat des Tages XLI
7. September 2011
»Das C in der CDU steht nur noch für Cervelatwurst«
Heather De Lisle, Journalistin
September 6th
Geierismen V: Über Gefühle
6. September 2011
Wer sich über die »Verletzung seiner religiösen Gefühle« beschwert, zeigt damit, daß er einer Religion anhängt, die Gefühlssache ist. Beim Christsein geht es hingegen nicht um Gefühle, sondern um geistliche Tatsachen und unveränderliche Zusagen Gottes.
Nachtrag: Gerade entdecke ich bei Distomos die Übersetzung eines Artikels von Paul Proctor, der das Thema »Gefühlsreligion« etwas ausführlicher behandelt.
September 4th
Weißmeerkanal
4. September 2011

Abb. links:
»Kanalsoldat!
Von Deiner harten Arbeit wird Deine Gefängniszeit hinwegschmelzen!«
(im NKWD-Lager entstandenes Propagandaplakat)
Die »Pariser Tageszeitung« vom 31. Januar 1939, ein deutschsprachiges Exilantenblatt, vermeldete:




