Sie befinden sich hierArchive - 2010 - Artikel
Archive - 2010 - Artikel
April 17th
Anti-Christos / Anstatt-Christos [Glossar]
Anti-Christos / Anstatt-Christos
Das griechische »anti« des biblischen Grundtextes beschreibt nicht nur ein »gegen«, es bezeichnet auch bzw. besonders ein »anstatt«. Ein Anti-Christos ist also nicht einfach nur ein Gegner des Christos, sondern jemand, der sich an seine Stelle setzt — ein falscher Messias also. Dies kann eine Person sein, durchaus aber auch ein Bild oder sonstiger Gegenstand. Johannes belehrt uns darüber, daß neben »dem« Antichristen durchaus viele Antichristen gibt und daß ihr vermehrtes Auftreten Kennzeichen der letzten Zeit ist.
In seinem Buch »Okkulte Invasion« schreibt Dave Hunt dazu:
Anti ist eine griechische Vorsilbe, die allgemein mit der Bedeutung »gegen« verstanden wird. Sie hat jedoch noch eine weitere Bedeutung: »an Stelle von« oder »als Ersatz für«. Der Bibel zufolge wird der Antichrist beide Bedeutungen verkörpern. Er wird sich tatsächlich gegen Jesus Christus richten, doch in der diabolisch cleversten Art und Weise überhaupt … indem er als Christus auftritt und so die Christenheit von innen her zersetzt.
Somit werden die Anhänger des Antichristen tatsächlich »Christen« sein. Von daher ist es kein Wunder, daß diesem Aufstieg zur Macht der Abfall vorausgehen muß. Ein falsches ökumenisches und antichristliches »Christentum« muß zur Vorbereitung der Machtübernahme des Antichristen die Welt überspülen.
April 15th
Bekloppt oder psychotisch?
14. April 2010
Schwierige Bibelstellen V: Mt. 5, 22
Ich aber, ich sage euch, daß alljeder Erzürntseiende aufgrund seines Bruders einbehabt sein wird dem Gericht; wer aber gleichsam »Raka!« sagt zu seinem Bruder, wird einbehabt sein dem Synedrium; wer aber gleichsam sagt: »Du Törichter!«, wird einbehabt sein hinein in die Gehenna des Feuers.
Kaum einer meiner Leser wird schon einmal zu jemandem »Raka« gesagt haben. Das liegt wohl hauptsächlich daran, daß selbst diejenigen, die zu gelegentlichen Wutausbrüchen neigen, in unseren Breiten eher selten auf das Aramäische zurückgreifen. Die meisten Übersetzer scheuen sich davor, dieses »raka« zu übertragen, weil der Satz dann seine Problematik offenbart. Denn Raka bedeutet auch nichts anderes als das hernach mit »Törichter« übersetzte μωρος [moros]. Die Übersetzungen, die Raka übertragen, schreiben folgerichtig denn auch »Narr« oder »Tor«.
Was nun? Wer seinen Bruder als töricht [raka] bezeichnet, wird dem Synhedrium verfallen sein, wer ihn aber als töricht [moros] bezeichnet, wird der Gehenna verfallen sein? Haben wir es mit einem unterschiedlichen Maß des Gerichts bei einem gleichen Vergehen zu tun? Das würde Gottes Grundsatz der Verhältnismäßigkeit widersprechen. Was also ist der substantielle Unterschied zwischen »raka« und »moros«, der die Ungleichbehandlung im Gericht rechtfertigt?
April 13th
Fremde Federn: »… dann schickte Allah Adolf Hitler«
13. April 2010
In einem Artikel für Haaretz vom 11. 4. 10 geht Shlomo Avineri, Emeritus für politische Wissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem, der Frage nach, inwiefern die arabische Neigung, sich im Nahostkonflikt als Opfer darzustellen, der historischen Wirklichkeit entspricht:
April 11th
… bereits gefallen.
11. April 2010
»Wenn es in einer Gemeinde soweit kommt, daß nur eine Handvoll Menschen die geistlichen Angelegenheiten besorgen, ist diese Gemeinde bereits gefallen.«
Watchman Nee

verbindlich nachzuahmen …
Paulos hatte gute Gründe, neben seinem apostolischen Dienst einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Indem er niemanden finanziell belastete, war er unangreifbar. Ihm unlautere Motive für seinen Dienst zu unterstellen, wäre so selbst für einen böswilligen Zeitgenossen schwierig gewesen. »Denn Ihr selber gewahret, wie es bindend ist, uns nachzuahmen, da wir uns nicht unordentlich inmitten von Euch verhielten, aber auch nicht geschenkweise seitens jemandes Brot aßen, sondern in Ermüdung und Anstrengung nachts und tags Wirkende waren, um nicht jemand von Euch zu beschweren; nicht, daß wir nicht Autorität haben, sondern, auf daß wir uns selber Euch als Typus (Vorbild) geben zum Uns-Nachahmen.« (2. Thess. 3, 7ff)
April 8th
Olympische Menschenopfer in Peking
8. April 2010
Mitte Februar hatte ich ja anhand der olympischen — also den Götzen des Olymp gewidmeten — Winterspiele schon auf den geistlichen Zusammenhang zwischen Götzendienst und Menschenopfern hingewiesen. Aber natürlich waren auch die vorherigen Pekinger Sommerspiele 2008 nicht harmlos. Während westliche Berichterstatter laut darüber nachdachten, ob die Spiele nicht eine Liberalisierung und Verbesserung der Menschenrechtssituation in China mit sich bringen könnten, vollzog sich im stillen für Tausende eine Katastrophe. Polizeieinheiten durchkämmten anläßlich der Olympischen Spiele die Städte nach allem, was den schönen Eindruck der Veranstaltung beeinträchtigen könnte. Dabei sind ihnen auch achttausend nordkoreanische Flüchtlinge ins Netz gegangen, die von China zurück nach Nordkorea abgeschoben wurden. Für die meisten bedeutet dies den sicheren Tod, entweder sofort oder nach einiger Zeit im Arbeitslager. Aber die Spiele waren sicher schön und bestimmt haben sich auch viele Christen über die bunten Bilder aus Peking gefreut.
Citat des Tages XV
8. April 2010

»Die Schriften zu verdrehen, so daß sie uns entschuldigen, uns loben und bestärken, heißt gegen das geschriebene Wort zu handeln und das lebendige Wort zu verwerfen. … Ein träumerischer, sentimentaler Glaube, der das Gericht Gottes über uns ignoriert und auf die Beteuerungen der Seele lauscht, ist so tödlich wie Blausäure! Ein Glaube, der passiv alle angenehmen Texte der Bibel akzeptiert, während er die ernsten Warnungen und Befehle übersieht oder verwirft, ist nicht der Glaube, von dem Christus und seine Apostel geredet haben.«
A. W. Tozer in »Verändert in sein Bild«
April 5th
Verhaftet
5. April 2010
Am Donnerstag mußte ein Vater von 11 Kindern eine vierzigtägige Erzwingungshaft antreten, weil er einem seiner Kinder die Teilnahme an einem schwer occulten Theaterstück nach Hans Christian Andersen versagt hatte, das im Rahmen der Schule stattfinden sollte, und er das daraufhin gegen ihn verhängte Bußgeld nicht bezahlt hatte.
Man ordne dieses rücksichtslose Vorgehen der Justiz ein vor dem Hintergrund, daß gelegentlich auch schwerste Gewaltverbrechen, die Opfer hinterlassen, die lebenslänglich von den Folgen gezeichnet sein werden, oder zum Beispiel auch gewerbsmäßige Urkundenfälschung mit Bewährungsstrafen — also ohne Haft — geahndet werden.
Mehr Informationen finden sich bei Medrum.
Siehe auch Artikel »Inhaftierungswelle geht weiter«.
April 1st
… bis drei zählen
1. April 2010

In diesen Tagen wird wohl wieder millionenfach von Kanzeln in aller Welt die theologische Behauptung verkündet werden, daß Jesus an einem Freitag gekreuzigt [G] und an einem Sonntag auferstanden sei. Dieser Zeitplan basiert auf dem katholischen Jahreskreis und ist auch in anderen Kirchen und Freikirchen weitgehend unumstritten. Das ist seltsam. Denn um nachzuweisen, daß diese Chronologie so nicht stimmen kann, braucht man eigentlich nur zwei Dinge — erstens ein Neues Testament und zweitens mathematische Fähigkeiten auf Vorschulniveau — genaugenommen die Kenntnis der Abfolge der Wochentage und die Fähigkeit, bis drei zu zählen:
Denn ebenso wie Jonas in der Leibeshöhle des Seeungeheuers drei Tage und drei Nächte war, also wird der Sohn des Menschen in dem Herzen des Erdlands sein drei Tage und drei Nächte. (Mt. 12, 40)
Man kann das nun drehen und wenden wie man will: Auf Freitag bis Sonntag kommt man anhand der biblischen Voraussetzung, daß Jesus drei ganze Tage und drei ganze Nächte tot und begraben war, nie und nimmer. Und die Schrift ist hier ja in erfrischender Weise präcise und läßt keinen Spielraum für Rechenkünstler, die mit angebrochenen Tagen und dergleichen hantieren.
März 30th
Leiden? Wieso?
30. März 2010
Der Märtyrer-Spiegel von Braght, herausgegeben um 1660, berichtet von einer Felicitas, die um das Jahr 200 in Mauretanien gefangen wurde und hingerichtet werden sollte, weil sie Christus nicht verleugnen wollte. Felicitas war aber hochschwanger und gemäß römischem Recht konnte sie erst nach der Geburt des Kindes getötet werden:
März 28th
… an der Uhr gedreht
27. März 2010

Nutzlos, teuer, ungesund, gefährlich, schädlich — nicht vergessen: Heute nacht wird wieder an der Uhr gedreht, und das bedeutet, wie die F.A.Z. vorrechnet: Schlafstörungen, Verspätungen, höherer Energieverbrauch (tatsächlich!), zusätzliche Verkehrsunfälle.
Photo: © Geier




