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Archive - Okt 2010 - Artikel


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Oktober 31st

Wieder Herbst …

31. Oktober 2010

 

 

Wie schon im letzten Jahr: Im Herbst als (für mich) regelmäßig besonders arbeitsreicher Zeit kann es durchaus vorkommen, daß es weniger Geiernotizen gibt als gewohnt.

 

 

 

Photo: © Geier

 

 

 

 

Oktober 26th

Citat des Tages XXVII

26. Oktober 2010

 

»Das nervöse Bemühen, etwas auf die Beine zu bringen, findet man überall bei uns, und genau da fühlt sich die pragmatische Philosophie am rechten Ort.
Sie stellt keine peinlichen Fragen, ob es auch weise ist, was wir da tun, nicht einmal, ob es moralisch zu verantworten ist. Sie akzeptiert die gewählten Ziele als richtig und gut und sucht nach geeigneten Mitteln und Wegen, diese zu erreichen. Entdeckt sie etwas, das funktioniert, findet sie auch schnell eine Bibelstelle, die es rechtfertigt; daraufhin »weiht« man es dem Herrn und weiter geht’s. Bald wird ein Zeitschriftenartikel veröffentlicht, dann ein Buch, und schließlich bekommt der Erfinder eine Honorarprofessur. Danach sind alle Zweifel, ob das Ganze biblisch ist, oder ob es auch nur moralisch vertreten werden kann, ein für allemal beseitigt. Fragenstellen ist zwecklos. Die Methode funktioniert; ergo, sie muß gut sein!
Die gesamte religiöse Atmosphäre ist von dieser pragmatischen Methodologie durchsäuert. Was können wir tun, um ihre Macht über uns zu zerbrechen? Die Antwort ist einfach. Wir müssen das Recht Jesu Christi respektieren, … das Sagen zu haben. Das Neue Testament enthält dazu alle nötigen Informationen, nicht nur im Bezug auf das, was wir zu glauben haben, sondern es sagt uns auch, was und wie wir es tun sollen. Jede Abweichung von diesen Instruktionen ist eine Verleugnung des Herrseins Christi!«

 

Oktober 19th

5 Jahre Haft für Blondinenwitz?

19. Oktober 2010

 

Ja, ich weiß, ich spitze schon wieder zu. Vermutlich wird auch künftig niemand für das Erzählen von Blondinenwitzen ins Gefängnis kommen. Vorläufig jedenfalls. Wahrscheinlich zumindest. Bestenfalls vielleicht doch möglicherweise auch gar nicht. Obwohl: Vom Wortlaut des Gesetzes her wäre es eigentlich schon möglich …

Aber von vorn: Um das europäische »Zusatzprotokoll zum Übereinkommen über Computerkriminalität betreffend die Kriminalisierung mittels Computersystemen begangener Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art« [und da denke ich doch tatsächlich, daß ich mich manchmal zu umständlich ausdrücke] umzusetzen, plant die Bundesregierung eine einschneidende Erweiterung des Straftatbestandes der Volksverhetzung gemäß § 130 StGB.

Gemäß Art. 4 dieses Zusatzprotokolls wird die »Aufstachelung« nicht nur gegen Bevölkerungsgruppen sanktioniert, sondern auch gegen Einzelpersonen, die solchen Bevölkerungsgruppen angehören. Folgende Fassung des Gesetzes liegt nun zur Beschlußfassung vor: 

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

Oktober 17th

Ohne Kommentar

17. Oktober 2010

 

Oktober 16th

Bundesantidiskriminierungsstelle fordert mehr Kinderdiskriminierung

16. Oktober 2010

 

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, fordert in einer aktuellen Pressemitteilung die Bundesregierung auf, zu »prüfen, inwieweit noch bestehende Ungleichbehandlungen von [homosexuellen] Lebenspartnerschaften und Ehen weiter abgebaut werden können«, wofür sie als Beispiel das Adoptionsrecht bemüht.

Nun geht es — und darauf kann man gar nicht oft und deutlich genug hinweisen — beim Adoptionsrecht nicht um Elternrechte, sondern allein um Kindesrechte, insofern verfehlt die Antidiskriminierungsbeauftragte das Thema, wenn sie eine Diskriminierung Homosexueller behauptet, solange diese nicht in gleichem Maße Kinder adoptieren können wie andere. Tatsächlich würde ja gerade im Falle einer Homosexuellen-Adoption ein Diskriminierungsfall überhaupt erst eintreten, denn das adoptierte Kind wäre diskriminiert gegenüber den anderen Kindern, die das Privileg haben, mit einem Vater (männlich) und einer Mutter (weiblich) aufzuwachsen. Vielleicht sollte Frau Lüders einmal darüber nachdenken. Freilich: Zur Adoption freigegebene Kinder dürfen noch nicht wählen, bilden keine lautstarken Interessenvereine und machen auch kein politisch relevantes Geschrei, wenn sie benachteiligt werden.

Oktober 12th

Jericho über 4000 Jahre vor Erschaffung der Welt gegründet?

12. Oktober 2010

 

Jericho: sieht ganz schön alt aus — aber wirklich so alt?

 

 

Wie »Israel heute« vermeldet, feiert Jericho seinen 10.000. Geburtstag. Die (derzeit philistinensische) Stadtverwaltung versucht, Jericho als »älteste Stadt der Welt« zu einem Touristenort zu entwickeln. Da wir nach jüdischer Zeitrechnung das Jahr 5771 nach Erschaffung der Welt schreiben, wäre Jericho mit zehntausend Jahren über 4.200 Jahre älter als die gegenwärtige Erde.

Die Archäologen, die das Alter angesetzt haben, gestehen immerhin zu, daß die Zahl Zehntausend absolut zufällig sei und sie mit ihrer Einschätzung »mit hunderten von Jahren danebenliegen könnten«. Aber runde Zahlen generieren nun einmal Schlagzeilen, Schlagzeilen generieren Touristen, Touristen generieren Geld …

 

Photo: gemeinfrei

 

 

 

 

Oktober 9th

Citat des Tages XXVI

9. Oktober 2010

 

Mit Bezug auf meinen Artikel vom 30. September »Durch die Tür oder über den Zaun?« Hat mir ein Leser den Link zu einem Artikel geschickt, dem das folgende Citat entnommen ist: 

In another era, a man could come to faith as the Philippian jailor did and rejoice as his family came with him. In our day, if a man were to say, »As for me and my house, we will serve the Lord …*« his wife might stare at him as though he were insane, while a surly teenager would mutter under his breath in the background. This state of things requires repentance.

Douglas Wilson

(In einem anderen Zeitalter konnte ein Mann zum Glauben kommen wie der Kerkermeister in Philippi und sich darüber freuen, daß seine ganze Familie ihn begleitete. Heutzutage, wenn ein Mann sagte: »Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen…*«, würde sein Weib ihn ansehen, als wäre er geisteskrank, während ein unleidlicher Teenager im Hintergrund irgendetwas brummeln würde. Dieser Stand der Dinge macht Umkehr nötig.)

 

 

* Jos. 24, 15

 

 

 

 

 

 

Oktober 7th

10:10 — Ökofaschisten machen mobil

7. Oktober 2010

 

Im Januar hatte ich in meinem Artikel »Erst mal die Kamele …« die menschenverachtenden Tendenzen der Klimareligion beschrieben, die den Menschen hauptsächlich als »Klimaschädling« ansieht, dessen man sich zum Besten des Planeten entledigen müsse — zumindest teilweise.

Inzwischen ist ein dreiviertel Jahr vergangen und die Hohenpriester von »St. Al Gores Holy Church of the Manmade Globel Warming« werden immer dreister, vermutlich, weil ihnen langsam die Felle davonschwimmen. Denn wiewohl man zugeben muß, daß es deutlich professioneller vermarktet wird, läuft das Thema Klimawandel doch Gefahr, sich genauso totzulaufen wie Waldsterben oder Ozonloch. Das wiederum scheint einige Protagonisten zu Verzweiflungstaten zu treiben, so den Filmemacher Richard Curtis, der für die Organisation 10:10, die dafür wirbt, beginnend im Jahr 2010 jährlich den CO2-Ausstoß um 10% zu reduzieren, einen Werbefilm drehte.

Oktober 5th

Sechsundneunzig Jahre

4. Oktober 2010

 

Was war da noch gestern? Zwanzig Jahre Wiedervereinigung? Bundespräsidentenrede? Ja, das war auch. Aber am Kalender stand ein noch wichtigeres Datum: Sechsundneunzig Jahre nach seinem Ausbruch ist für Deutschland — von den meisten Deutschen unbemerkt — nun endlich auch der Erste Weltkrieg zu Ende gegangen. Am 3. Oktober 2010 wurde die letzte Rate der Reparationszahlungen für den Ersten(!) Weltkrieg fällig, etwa 70 Millionen Euro. Genaugenommen sind das letzte Zinszahlungen für Kredite, die aufgenommen wurden, um Reparationszahlungen leisten zu können. Im Versailler Vertrag von 1920 waren die deutschen Reparationen auf die astronomische Summe von 269 Milliarden Goldmark festgelegt worden. Das wären 117.900 Tonnen Gold, die heute 3.644 Milliarden Euro kosten würden. Man geht übrigens davon aus, daß in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute nur etwa 130.000 Tonnen Gold gefördert wurden.

Die Reparationen — auch wenn der ursprünglich geforderte Umfang später reduziert wurde — führten letztlich mittelbar zum Zusammenbruch der Weimarer Republik mit den bekannten Folgen für die Weltgeschichte. Die Frage nach der Schuld am Ersten Weltkrieg ist derweil unter Historikern bis heute umstritten.

 

 

 

 

Ach übrigens, weil wir gerade bei großen Zahlen sind:

Schuldenuhr

Oktober 3rd

Ab zwölf.

3. Oktober 2010

 

Florentine Fritzen hat sich die Mühe gemacht, sich durch eine unglaubliche Müllhalde zu wühlen: Sie hat sich 100 Filme angesehen, welche die »Freiwillige Selbstkontrolle der Filmindustrie« (FSK) von zwölf Jahren an freigegeben hat. Das Ergebnis ist erschreckend: Folterszenen, Gruppensex, Nekrophilie, Gewaltexcesse, »Sexscenen, bei denen sich manche erwachsenen Zuschauer fragen, inwieweit die Schauspieler hier überhaupt noch schauspielern, so unmittelbar wird alles gezeigt«, Inzest, Perversion, unvorstellbare Obszönitäten und Bestialitäten en gros und vor allem auch: en detail. Fritzen kommentiert hier in einer Text-Bild-Strecke einige Punkte der jeweiligen Filme und schon das bloße Lesen ist nicht jugendfrei und kann selbst bei Erwachsenen zu Übelkeit führen. Die FSK läßt den Unrat aber auf Kinder los. Besonders problematisch daran ist, daß einige Eltern möglicherweise größere Probleme haben, ihren Heranwachsenden einen Film auszureden, der als »FSK 12« gekennzeichnet ist. Schließlich wird diese Kennzeichnung als quasi amtliches Siegel wahrgenommen, auch wenn sie dies mitnichten ist.

Rückblick 1. Lesertreffen

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