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Erst mal die Kamele …


By Geier - Posted on 14 Januar 2010

14. Januar 2010

 

John Cobb, Agrarsprecher der Opposition im australischen Parlament, fordert die Ausrottung aller australischen Kamele — und zwar aus »Klimaschutz«-Gründen. So ein Kamel würde im Jahr eine Tonne CO2 abgeben, und die Gesamtheit der auf eine Million geschätzten Tiere würde damit dem Emissionsäquivalent von 300.000 Kleinwagen entsprechen. Ohnehin gelten die Kamele, die erst Ende des 19. Jahrhunderts nach Australien importiert wurden, mittlerweile als Landplage.

Die deutsche Bundesregierung ist da aber schon einen Schritt weiter und hat folgerichtig erkannt, daß es viel mehr Menschen als Kamele gibt und deshalb nur die Ausrottung des Menschen Reduzierung der menschlichen Population dem gebeutelten Klima wirklich Entlastung brächte. Die Schlußfolgerung, daß sogenannte »Bevölkerungspolitik« Klimaschutz sei, findet sich bereits auf der offiziellen Netzseite der Bundesregierung. Und was da unter »Bevölkerungspolitik« verstanden wird, ist unter anderem weltweit freier Zugang zu sogenannter »reproduktiver Gesundheit«, also auf gut Deutsch zu Abtreibungen.
Bevölkerungsreduktion zwecks »Klimaschutz« ist inzwischen ein offen diskutiertes Konzept, und einstweilen können wir froh sein, daß Explosionen so viel CO2 freisetzen, sonst würde wohl am Ende noch jemand auf die Idee kommen, einen neuen Weltkrieg als Klimaschutzprogramm aufzulegen — wegen seiner »bevölkerungspolitischen« Auswirkungen.
Eine weltweite zwingende Adaption der chinesischen Ein-Kind-Politik wird schon offen gefordert, dabei zeigt sich gerade, wie desaströs sich diese in China auswirkt: Weil die Chinesen nur ein Kind haben dürfen, werden überdurchschnittlich viele Mädchen abgetrieben, denn auf einen Sohn meint man für die eigene Alterssicherung nicht verzichten zu können. Dies hat dazu geführt, daß in China zwischen 19 und 30 Prozent mehr Jungen als Mädchen geboren werden. Und das wiederum bewirkt, daß in zehn Jahren 24 Millionen Chinesen keine Frauen finden werden. Vierundzwanzig Millionen! Der geneigte Leser bedenke für einen Moment den unglaublichen Sprengstoff, der in dieser Tatsache steckt und die gesellschaftlichen Verwerfungen, die diese zweifellos mit sich bringen muß. Schon jetzt werden in einigen Gegenden Chinas systematisch Frauen entführt, teilweise auch aus Nachbarländern wie Vietnam, und zwangsverheiratet. Der menschliche Wahn, die Angelegenheiten des Lebens besser regeln zu können als Gott, nimmt immer groteskere und zerstörerischere Züge an.
Aber auch Demokratie, Gewaltenteilung und Bürgerrechte stehen inzwischen zur Disposition: Da offene Gesellschaften einfach zu kritisch sind, um die Klimareligion schnell und unbureaukratisch für alle verpflichtend zu machen, wird schon erörtert, ob eine Ökodiktatur, die jegliche Widerstände beseitigen könnte, dem »Klimaschutz« nicht zuträglicher sei.

Professor Gerhard Schulze von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sagte dazu: 

 »Ich sehe allmählich die Bereitschaft zum Demokratieverzicht. Es stimmt mich sehr bedenklich, wenn auf Klimakongressen wie jüngst die Äußerung fällt oder die Frage gestellt wird, ob man autoritären Regimen nicht besser zutrauen könnte als einer Demokratie, die angeblich anstehenden Probleme in den Griff zu bekommen. Was sich da am Horizont abzeichnet ist eine klimapolitische Weltdiktatur.«

Die künstliche Übersteigerung des Themas »Erderwärmung« macht dieses zu einer Frage der Rettung des Planeten, wodurch der Eindruck eines »übergesetzlichen Notstandes« entsteht, der letztlich als Rechtfertigung für alles herangezogen werden kann — bis hin zur Bevölkerungsreduktion.

 

Nachtrag: Gerade noch gefunden zum Thema: Abtreiben gegen den Klimawandel.
Nachtrag II: China forçiert Zwangssterilisierungen

Nachtrag III: Noch einmal China

Nachtrag IV: Anderthalb Jahre später wird die Sache immer noch weiterverfolgt, siehe hier (deutsch) und hier (englisch).

 

 

Photo: © Geier

 

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