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Oktober 16th
Kein Link
Ja, eigentlich hätte hier ein Link zur Quelle hingehört. Auf diese Schmuddelseite wollte ich nun aber wirklich nicht verlinken.
September 6th
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Juli 28th
Zielgebung [Glossar]
Zielgebung
Zielgebung: hebr. »Torah« (תֹּורָה); Das Wort wird meist mit »Gesetz« übersetzt, leitet sich aber von »jarah« (zielen) ab. Das Wort Zielgebung verdeutlicht, daß nicht die starre Befolgung einer Verordnung, sondern das Erreichen eines Zieles Gottes Anliegen mit uns ist. Die Wiedergabe von »Torah« mit dem Wort »Gesetz« verbietet sich auch deshalb, weil es dann nicht mehr von »Choq« (Gesetz) und »Chuqah« (Satzung) zu unterscheiden ist.
Dem hebräischen »Torah« entspricht das griechische »Äntole« (Innenziel), das man also als eine in uns hineingegebene Zielgebung verstehen darf.
Dieser Gedanke wird fortgeführt mit dem neutestamentlichen Wort »Paraptoma« (Danebenfall), das meist mit »Sünde« übersetzt wird. Es wird durch die biblische Begrifflichkeit deutlich, daß ein Danebenfall ein Nichterreichen der Zielvorgabe, ein Herausfallen aus der göttlichen Ordnung bedeutet (man stelle sich bildhaft einen Pfeil vor, der, abgeschossen, das Ziel verfehlt und also danebenfällt).
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Februar 16th
Dabhar-Übersetzung [Glossar]
Dabhar-Übersetzung
Die Dabhar-Übersetzung, auch bekannt als die »Geschriebene«, ist eine konkordante Bibelübersetzung, die wegen ihrer im Deutschen bisher unübertroffenen Genauigkeit hier häufig zum Einsatz kommt.
Für eine ausführliche Begründung empfehle ich den Artikel »vom Übersetzen«.
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Treun (Glauben) [Glossar]
Treun (Glauben)
Das Griechische Wort »Pistis« (πίστις) wird meist mit »Glaube« wiedergegeben. Dies ist insofern problematisch, als Glaube im Deutschen die Bedeutung des vagen, ungewissen hat. Pistis ist richtiger mit »Treue«, »Vertrauen«, »Treuebindung« zu übersetzen. Es beinhaltet Beständigkeit, Zuverlässigkeit, Herzensbindung, Wohlgesinntheit. Für die Übersetzung »Treue« ergibt sich hieraus das Problem des fehlenden zugehörigen Verbs; F. H. Baader löst es für die Dabhar-Übersetzung mit der Wortschöpfung »treun«.
Auch für unser persönliches »Treunsleben« ist es von Bedeutung, zu wissen, daß Errettung nicht aus einem bloßen Fürwahrhalten biblischer Aussagen erwächst, sondern aus einem treuen Festhalten gegen Widerstände und einer Treuebindung an den, der diese Aussagen gegeben hat.
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Toleranz [Glossar]
Toleranz
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Kindern frühzeitig beigebracht wird, daß Toleranz eine Tugend sei. Ob dies aber wirklich so ist, hängt immer davon ab, was denn da toleriert wird. Oft ist die nach außen zur Schau getragene Toleranz der politisch Korrekten nichts anderes als eine bequeme Konfliktvermeidungsstrategie.
Es gibt auch eine ganz andere Sicht auf die Dinge, zum Beispiel die des Technikers, der weiß, daß Toleranz eine Abweichung von einer Idealnorm ist. Ein Maschinenteil, das Toleranzen aufweist, wird irgendwo schleifen und Probleme verursachen, zumindest höheren Energieverbrauch, vielleicht auch ernsthafte Störungen des Ablaufes. Sind die Toleranzen zu groß, kann man es gar nicht einpassen und es wird völlig unbrauchbar. So ist es auch mit dem Menschen: Weist er zu große Toleranzen — also Abweichungen vom göttlichen Ideal — auf, läßt er sich nicht mehr in die menschliche Gesellschaft einpassen. Man spricht dann von Asozialität. Weist eine ganze Gesellschaft mehrheitlich zu große Toleranzen gegenüber dem biblischen Normativ auf, hat man eine dekadente, untergehende Civilisation.
Auch Thomas Mann sei hier angeführt, der gesagt hat, daß Toleranz zum Verbrechen wird, wenn sie dem Bösen gilt, und Aristoteles, der Toleranz als letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft bezeichnet haben soll.
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Sekte (Denomination) [Glossar]
Sekte
Denomination heißt übersetzt »Benennung«; das Wort sagt aus, daß eine bestimmte fest umrissene Gruppe sich unter einem bestimmten Namen, einer eigenen Bezeichnung, zusammengefunden hat. In der Regel erfolgt die Abgrenzung einer solchen Denomination auf der inhaltlichen Ebene durch ein Bekenntnis, also eine Konfession, auf der Strukturebene durch eine Vereins- oder Körperschaftsbildung. Es gibt aber auch Gruppen, die faktisch Denominationscharakter tragen, ohne schriftlich fixierte Bekenntnisschriften und öffentlich-rechtlichen Status zu haben.
Den einen oder anderen Leser mag erstaunen, daß ich die Begriffe »Sekte« und »Denomination« im wesentlichen synonym benutze.
Während der kirchliche Sektenbegriff hauptsächlich quantitativ bestimmt ist (als Sekte wird hier eine Gemeinschaft bezeichnet, deren theologisches Gerüst von dem der Mehrheit erheblich abweicht) ziehe ich eine qualitative Begriffsbestimmung vor. Was eine Sekte ist, hat nicht die Mehrheit zu bestimmen, sondern Gott. Wenn wir hierzu in die Schrift sehen, finden wir den Begriff häresis (αιρεσις), der einen Seitenweg bezeichnet. Nach dem, was wir aus dem ersten Korintherbrief über Denominationsbildung lernen können, sind Denominationen (Kirchen, Freikirchen, Konfessionen, Sonderbekenntnisse) grundsätzlich als solche illegitimen Seitenwege anzusehen, zuerst einmal unabhängig von der Qualität der jeweiligen Theologie und Praxis.
political correctness (Politische Korrektheit) [Glossar]
political correctness (Politische Korrektheit)
Im politischen Diskurs die Unterdrückung von Argumenten durch Tabuisierung. Das Prinzip funktioniert identisch in nichtpolitischen Diskussionen. Mißliebigen Themenbereichen wird die rationale Erörterung versagt, indem von Vornherein ein unausgesprochener Konsens darüber hergestellt wird, daß jeder Diskutant, der sich ihrer annimmt, von den anderen Diskutanten ausgegrenzt wird. Prof. Dr. Wolfgang Marx schreibt dazu (F.A.Z., 19. 7. 2002):
»An dieser Stelle muß man auf die Ideologie der ›politischen Korrektheit‹ zu sprechen kommen, die uns mit sanftem, aber, wenn es denn sein muß, auch sehr unsanftem Nachdruck dazu veranlassen will, die Realität, wenn schon nicht anders zu sehen, so doch wenigstens anders zu beschreiben, als wir das bisher getan haben. So müßte man in dem bekannten Märchen von Andersen den Kindern geradezu verbieten zu sagen, der Kaiser sei nackt. Es wäre höchst inkorrekt, ihn derart zu kränken und zu blamieren. Korrekt verhalten sich die Höflinge und die erwachsenen Untertanen, die so tun, als ob sie es nicht sähen. Das nämlich ist der Grundgedanke der politischen Korrektheit: So tun, als ob nichts wäre, auch, oder gerade, wenn etwas ist. Die Richtigkeit einer Aussage schützt sie nicht davor, inkriminiert zu werden; und Wahrheit ist im Diskurs der politischen Korrektheit kein zentraler Wert. Von Bedeutung ist allein das Kränkungspotential einer Feststellung, und damit geht es gar nicht mehr um objektive, es geht allein noch um subjektive Tatbestände …«
Pfahl / anpfahlen (Kreuz / kreuzigen) [Glossar]
Pfahl / anpfahlen
Gemeinhin würde hier von »Kreuz« bzw. »kreuzigen« gesprochen, die genauere Übersetzung von
stauros / stauro (σταυρος / σταυρω) ist aber »Pfahl« bzw. »anpfahlen«. Die ersten Christen wußten noch, daß Christus an einem Pfahl gestorben war, wie auch wir heute noch anhand sorgfältiger Bibelübersetzungen bzw. des Grundtextes feststellen können. Demzufolge war ihnen das Kreuz als Zeichen, gar als Gegenstand der Verehrung, unbekannt. Die Einführung des Kreuzes als kirchlicher Kultgegenstand — das zuvor nur als heidnisches Sonnen- und Zauberzeichen verbreitet war — geht auf Konstantin zurück (»in diesem Zeichen siege«). Letztlich hat die Einführung eines Kultsymbols den Weg für die spätere katholische und orthodoxe Bilder- und Reliquienverehrung geebnet. Eusebius berichtet, daß auch im »christlichen« Konstantinischen Heer das Kreuz als Unverwundbarkeit wirkendes Zauberzeichen angesehen wurde. Siehe hierzu auch diesen ausführlicheren Artikel.
Dieser Artikel ist Bestandteil des Glossars.
Herausgerufene [Glossar]
Herausgerufene
Das griechische Wort ekklesia (εκκλησια), das häufig mit »Gemeinde« oder »Versammlung« übersetzt wird, heißt wörtlich »die Herausgerufene«. Da Christus als ihr Eigner seine Braut so benennt, sehe ich keinerlei Veranlassung, sie anders zu nennen und ziehe diese Bezeichnung vor. Sie verrät uns auch viel mehr über deren Wesen als die herkömmlichen Bezeichnungen: Das Herausgerufensein aus diesem sterbenden Zeitalter — besonders auch aus dessen religiösen Strukturen — gehört zur namensgebenen Substanz der neutestamentlichen Gemeinschaft. Begriffe wie »Kirche« oder »Gemeinde« sind mehr oder weniger mißverständlich: Kirche ist überhaupt kein biblischer Begriff, zudem hat der Leser bei diesem Wort zwangsläufig die gegenwärtigen institutionalisierten Kirchen vor Augen, die mit der neutestamentlichen Herausgerufenen nicht viel mehr gemein haben als das moderne Deutschland mit den alten Germanen. Das Wort »Gemeinde« ist wiederum wegen seiner kommunalpolitischen Bedeutung mißverständlich. Zur Problematik des Herausgerufenseins empfehle ich die Broschüre »Außerhalb des Lagers«.
Zum Verständnis des Verhältnisses von Herausgerufener und Denominationen können auch die Artikel »Wolfsblut« und »Brot, Wein und Gericht« beitragen.




