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Lehre
Brot, Wein und Gericht
7. Februar 2010
Schwierige Bibelstellen III: 1. Kor. 11, 29
Denn der Essende und Trinkende ißt und trinkt sich selber Urteil, wenn er den Leib nicht beurteilt.
Dieser Aussage geht in Vers 28 die paulossche Anweisung »ein jeder prüfe sich selbst« voraus. Die Frage ist nun, worauf sich diese Selbstprüfung beziehen muß und damit auch, worauf sich die Gerichtsdrohung in Vers 29 bezieht. Geht es hier darum, irgendwelchen Verfehlungen nachzuspüren? Die McArthur Studienbibel gibt in ihrem Kommentar die verbreitete protestantische Auffassung wieder, wenn sie recht allgemein schreibt:
Wolfsblut
1. Februar 2010
»Hinter sich selbst her« — über die Wolfsnatur der Denominationen
In seiner Abschiedsrede vor den Ältesten von Ephesos in Milet (Apg. 20) spricht Pauls von den »schweren Wölfen, die das Herdlein nicht verschonen werden« und beschreibt diese Wölfe als Männer, die aus der Mitte der Herausgerufenen [G] aufstehen werden, um die Lernenden (Jünger) wegzuzerren hinter sich selbst her. Wenn wir in seinen Briefen nach näheren Anhaltspunkten dafür suchen, was es mit dieser Aussage auf sich hat, stoßen wir auf den ersten Brief an die Korinther. Aber gehen wir der Reihe nach:
Am Schalter
26. Januar 2010

Mehrfach wurde mir in letzter Zeit von solchen, die ich mahnen mußte, Recht zu üben, vorgehalten, daß ich ihre Einflußmöglichkeiten in jeweiliger Angelegenheit nicht überschätzen solle. Das tue ich auch nicht. Aber jeder von uns kann an seinem Platz allein dadurch einen Unterschied bewirken, daß er sich gerecht (im biblischen Sinne, also in den Grenzen der »Furcht Jahwehs« und seinem Wort gemäß) verhält. Was Gott dadurch bewirkt, ist dann seine Sache, aber jeder hat die Verantwortung, sich seinem (manchmal gering erscheinenden) Anteil nicht zu verweigern.
Integration und Segregation
23. Dezember 2009

Zum Beispiel Brückensanierung: Bevor wieder aufgebaut werden kann, müssen manchmal erst die destructiven Jungs mit den Schneidbrennern kommen und alles auseinandernehmen.
In letzter Zeit habe ich gelegentlich über das Verhältnis der Herausgerufenen [G] zu Integration und Segregation nachgedacht. Mit Integration meine ich die Herstellung von Einheit, von Übereinstimmung, auch das »Zusammenstimmen«, (für welches das Hellenisch des Neuen Testaments das schöne Wort »Symphonesis« gebraucht, wenn auch jeweils nur in der Verneinung, also um darzustellen, daß da etwas gerade nicht »zusammenstimmt«). Mit Segregation meine ich die Absonderung, die Trennung. Sowohl Integration als auch Segregation sind im derzeitigen Zeitalter christosgemäß, wofür zum Beleg wenige Beispiele ausreichen sollen, die sich in leicht in großer Menge ergänzen ließen:
Fuchsjagd
19. November 2009
Fanget uns die Füchse, die kleinen Füchse, welche die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge sind in der Blüte!
Lied der Lieder (Hoheslied) 2, 15
Wie verderben die Füchse einen Weinberg? Unsichtbar, unter der Erde, graben die Füchse ihre Gänge. Dadurch werden die Wurzeln des Weins in Mitleidenschaft gezogen. Man sieht die Füchse selten, aber man sieht die Auswirkungen ihrer Wühltätigkeit: Zuerst geht der Fruchtertrag zurück, dann sterben Pflanzen ab; ist der Weinberg letztlich von Gängen unterminiert, kann er in sich zusammenstürzen. In Spr. 24, 30ff sehen wir, was geschieht, wenn man die Füchse gewähren läßt: »An dem Acker eines faulen Mannes kam ich vorüber, und an dem Weinberge eines unverständigen Menschen. Und siehe, er war ganz mit Disteln überwachsen, seine Fläche war mit Brennesseln bedeckt, und seine steinerne Mauer eingerissen.«
Rettung durch Gebären?
13. November 2009
Schwierige Bibelstellen II: 1. Tim. 2, 15
In der Reihe »schwierige Bibelstellen erklärt« wende ich mich heute 1. Tim. 2, 15 zu, freilich ohne eine einzig mögliche und endgültige Interpretation anzubieten, dafür aber mit einigen Denkanregungen, die eine schlüssige Einordnung dieser Stelle in den Kontext erlauben sollten.
… kein Wunscherfüllungsautomat
2. November 2009
Gerade wurde ich auf die Problematik der richtigen Übersetzung von Ps. 37, 4 hingewiesen. Luther übersetzt hier:
»Habe Deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünschet.«
Diese Übersetzung erweckt nun den Eindruck, als hätte Gott zugesagt, beliebige Herzenswünsche zu erfüllen. Besser übersetzt hier aber die Elberfelder:
»… und ergötze dich an Jahwe: so wird er dir geben die Bitten deines Herzens.«
und in der Dabhar lesen wir:
»Und behage dich auf JHWH, und er gibt dir die Erfragten deines Herzens.«
Die letztgenannten Übersetzungen legen eher den Schluß nahe, daß es Jahweh ist, der überhaupt erst einmal die (richtigen) Wünsche des Herzens in uns bewirkt. Das ist doch ein deutlich anderer Schwerpunkt als der durch die Lutherübersetzung implizierte. In diesem Licht erscheinen auch die neutestamentlichen Parallelaussagen viel schlüssiger, die dem Leser hiermit zum Selbststudium anempfohlen seien:
Mt. 7, 7f
Joh. 9, 31
Joh. 14, 13
1. Joh. 3, 22
1. Joh. 5, 15
Citat des Tages III
18. Oktober 2009
Schafe weiden oder Böcke belustigen?
»Ein Übel hat sich unter die bekennenden Christen eingeschlichen, so kraß und ungehörig, daß die Allerkurzsichtigsten es kaum übersehen können. Während der letzten paar Jahre hat es sich rasant ausgebreitet, wie Sauerteig, der wirkt, bis der ganze Teig durchsäuert ist. Selten hat der Satan den Gemeinden etwas Schlaueres eingeredet, als daß es ein Teil ihres Auftrages sei, den Menschen Unterhaltung zu bieten, um sie gewinnen zu können. Das Zeugnis der Kirche hat sich immer mehr verflacht. Die Puritaner sprachen noch geradeheraus. Dann wurde man gleichgültig und nahm weltliche Einflüsse nicht mehr so tragisch. Bald wurden sie am Rande der Gemeinden toleriert. Heute werden sie offiziell eingesetzt mit dem Argument, daß man so die großen Massen erreichen könne.
Tradition und Bibel: Wie man das Wort Gottes ungültig machen kann
15. Oktober 2009
(Dieser Artikel ist zuerst im Dezember 2008 in der KOMM! Nr. 26 erschienen)
Abb.: Ruth auf dem Feld des Boas
Ist es denn möglich, das Wort Gottes ungültig zu machen? Selbstverständlich vermag niemand, sich dem Wort Gottes entgegenzustellen. Jedes Jota wird erfüllt werden und alles, was Gott zugesagt hat, wird geschehen. Aber andererseits es ist doch verhältnismäßig einfach, die segensreichen Auswirkungen des Wortes Gottes in unserem Leben zu blockieren.
Totentaufe?
12. Oktober 2009
Schwierige Bibelstellen erklärt: 1. Kor. 15, 29
Viele Christen kommen ins Schleudern, wenn sie diese Bibelstelle erläutern sollen. Das ist auch nicht verwunderlich, weil die meisten Übersetzungen ihnen hier dicke Steine in den Weg legen. Prinzipiell mache ich mit genaueren Übersetzungen die Erfahrung, daß sich Schriftstellen erschließen, die man vorher nicht verstanden oder einfach überlesen hat.




