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Archive - Feb 2009 - Artikel


Datum

Februar 28th

Hauptsache Spaß!


28. Februar 2009

 
Bis wann, ihr Einfältigen, wollt ihr Einfalt lieben, und werden Spötter ihre Lust haben an Spott, und Toren Erkenntnis hassen? (Spr. 1, 22)

 

Man muß sich so einen Geier und seine Lebensweise ja nur einmal ansehen, um sofort zu merken, daß man es bei diesem Viech mit einer handfesten Spaßbremse zu tun hat. Damit einem das klar wird, müßte sich der Geier nicht einmal zum Carneval äußern … er tut es aber trotzdem.

Februar 24th

Geiers Rundflüge

24. Februar 2009



Eine — um einige wesentliche Punkte erweiterte — Fassung der Geiernotizen vom 3. Januar und 20. Februar ist gestern als
Gastbeitrag im Blog »Politically Incorrect« erschienen und hat, wie nicht anders zu erwarten, eine heiße Diskussion ausgelöst. Ausgewählte Geiernotizen erscheinen in loser Folge jetzt auch in den Ekklesia-Nachrichten
.


Photo © Geier

Februar 20th

Prozentrechnen


20. Februar 2009


Immer noch gibt es hier und da Äußerungen, in denen Israel im Zusammenhang mit der Operation »Gegossenes Blei« im Gazastreifen Völkermord vorgeworfen wird. Nach
aktuellen Schätzungen betrug die Wahrscheinlichkeit für einen palästinensischen Civilisten, bei dieser Militäroperation ums Leben zu kommen, etwa 0,03 Prozent. Meiner Berechnung liegt die Einwohnerzahl des Gazastreifens von 1,5 Millionen und die vorläufige Zahl von 1338 Kriegstoten zugrunde, von denen etwa ein Drittel Unbeteiligte gewesen sein sollen — eine Unterscheidung, die naturgemäß nicht leichtfällt, da die Hamas ja keine reguläre Armee ist und ihre Mitstreiter die Waffen — und damit den Kombattantenstatus — nach Belieben aufnehmen und ablegen.

Februar 19th

Geiers Lesetip: Wochenrückblick mit Hans Heckel in der »Preußischen Allgemeinen«

19. Februar 2009

Link des Tages: Wer bei Amazon einkauft, kennt das ja: »Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, interessieren sich auch für …«

Hier also jetzt meine Vermutung: Wer gern Geiernotizen liest, dem wird möglicherweise auch Hans Heckels Wochenrückblick gefallen. Der aktuelle Artikel findet sich hier, wem dieser gefällt, der kann ja wöchentlich mal auf der Hauptseite der Preußischen Allgemeinen nach dem aktuellen Heckel Ausschau halten (in den Rubriken direkt rechts neben der verkleinerten Zeitungsseite).

Februar 17th

Orwell light — was darf man in Europa heute überhaupt noch sagen?

17. Februar 2009


Bereits am 3. Februar hatte ich ja Pater Franz Schmidberger citiert. Inzwischen war dieser schon wieder in den Schlagzeilen, und zwar mit Äußerungen zu Mohammed, über den er sagte, daß dieser »mit einem acht- oder neunjährigen Mädchen geschlechtlichen Umgang gepflegt« habe (ein Factum, das von islamischen Gelehrten überhaupt nicht in Frage gestellt wird) und daß man »jemanden, der solches tut, heute als Kinderschänder bezeichnen würde« (ein zweites Factum, das ebenfalls, für sich genommen, völlig unstrittig ist). Ich hatte oben ja schon festgestellt, daß ich für Schmidberger wenig Sympathie hege, aber warum muß man jemandem, der einfach nur zwei jeweils völlig unstrittige Fakten in einen Zusammenhang stellt — der also eins und eins zusammenzählt und tatsächlich auf zwei kommt — gleich »Verunglimpfung Mohammeds und des Islams« vorwerfen?

Februar 16th

Die Krise bringt den Aufschwung.

16. Februar 2009

Familienministerin von der Leyen in Champagnerlaune

Während sich die Horrormeldungen aus der internationalen und der deutschen Wirtschaft überschlagen, ist das Familienministerium in Hochstimmung: »Wenn die Wirtschaft wankt, hat die Familie Konjunktur.« Also spricht die Familien-Senioren-Frauen-Jugend-und-sonstige-benachteiligte-Randgruppen-Ministerin und will auch schon einen Silberstreif am Horizont in Form eines leichten Geburtenanstiegs ausgemacht haben. Ob dieser statistisch überhaupt relevant ist, scheint umstritten, aber in Zeiten schlechter Nachrichten darf man nicht wählerisch sein und muß sich an alles klammern, was auch nur entfernt nach Aufschwung aussieht.

Februar 14th

Virtueller Alarm

14. Februar 2009 


Nachdem es mit der Erderwärmung einfach nicht so recht klappen will, muß ein neues Gefahrenscenario her, mit dem man Angst schüren kann. Denn Angst, richtig eingesetzt, ist Geld. Das haben die Alchimisten nur noch nicht gewußt, die Gold partout aus Stroh spinnen oder aus anderen Materialien herstellen wollten. Ausgerechnet das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, sattsam bekannt aus der Erderwärmungsdebatte und sehr erfahren in der Umwandlung diffuser Klimaängste in Fördergelder, legt nun eine Studie vor, die vor der »Versauerung der Meere« warnt, natürlich wieder mit Zahlen und Prognosen, die niemand widerlegen kann, weil sie so weit in die Zukunft reichen, daß sie sich jeglicher Überprüfbarkeit innerhalb der beschränkten Lebensspanne, die dem Menschen nun einmal gegeben ist, entziehen. Selbst die F.A.Z., die das ganze wohlwollend berichtet, sieht hier erst einmal nur eine »virtuelle Gefahr«.

Februar 10th

EU auf dem Weg in die EUSSR?

10. Februar 2009

Heute und morgen verhandelt das Bundesverfassungsgericht über unsere Zukunft.

Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst.
Denn dieses ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
(1. Tim. 2, 1ff)


Nach dem Scheitern der Europäischen Verfassung in den Volksabstimmungen wurde der Vertrag von Lissabon installiert, der im Prinzip die gleichen Rechtsfolgen hat wie die Verfassung, aber unauffälliger aussieht: Welcher EU-Bürger vermag schon zu sagen, was sich hinter all diesen Verträgen von Rom, Schengen oder eben Lissabon für Konsequenzen für sein tägliches Leben verbergen?

Februar 6th

Der Duden wird sich selb’st peinli’ch.

6. Februar 2009 


Nachdem die Wörterbuchverlage die sog. »Rechtschreibreform« in unsäglicher Weise befördert haben (das war ja die Jahrhundert-gelegenheit, den Umsatz außer der Reihe anzukurbeln), scheint man nun langsam mitzubekommen, was man da (mit) angerichtet hat. So hat uns ja die »Reform« die Legalisierung des vorher im Deutschen strikt verpönten »Deppenapostrophen« eingebracht, also der Absperrung des Genitiv-s durch einen Apostrophen, die zwar im Englischen legitim ist, im Deutschen jedoch nicht. Schon in vorreformerischer Zeit war diese Unsitte virulent; die »Reform« hat schließlich alle Dämme niedergerissen. Seitdem wimmelt es nur so von Heidi’s Lädchen, Didi’s Kneipe und ähnlichen Sprachunfällen, wobei man fast noch froh sein muß, wenn wenigstens ordentliche Apostrophe (’) falsch verwendet werden und nicht auch noch Minutenzeichen (') oder Akzente (´) (`).

Februar 3rd

Schlechte Presse für den Pontifex Maximus

3. Februar 2009

Benedikt XVI., der sich normalerweise des Wohlwollens der deutschen Presse gewiß sein kann, hat auf einmal schlechte Schlagzeilen. Das kommt erstens daher, daß er die Excommunikation der Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgehoben hat, einer tatsächlich obscuren Truppe, die im Wortsinne »päpstlicher als der Papst« ist, sozusagen eine »Sekte in der Sekte« [G]. Auf ihrer Netzseite findet man das Gebet »… so gib uns Gesundheit an Leib und Seele, damit wir mit Deinem Beistand überwinden, was wir für unsere Sünden leiden …«. Aha. Man leidet also nicht an seinen Sünden sondern man leidet selbst für seine Sünden und erlöst sich demzufolge auch selbst, so als hätte Christus nicht für unsere Sünden gelitten. Man opfert ja schließlich auch selbst (siehe Abbildung) und braucht deshalb das einmalige und unbegrenzt gültige Opfer des Christus nicht.

Rückblick 1. Lesertreffen

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