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Archive - 2011 - Artikel
Februar 18th
Paul Gerhardt: Gib dich zufrieden
18. Februar 2011
Heute mal eine »vertonte Predigt« von Paul Gerhardt:
Gib dich zufrieden und sei stille
1. Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens! In ihm ruht aller
Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine
Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden!
2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er
steht, tut dir keinen Schaden / auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz,
Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib
dich zufrieden!
3. Wie dir’s und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und
kennet aus der Höhe / der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der
heißen Tränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden!
4. Wenn gar kein Einzger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen,
alsdann will er dein Treuster werden / und zu deinem Besten schauen. Er
weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dir’s abzunehmen.
Gib dich zufrieden!
5. Er hört die Seufzer deiner Seelen / und des Herzens stilles Klagen, und was
du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern,
steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden!
6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle
Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn du wirst zu
hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden!
Februar 17th
Pop-Theologie
17. Februar 2011
Gerade habe ich auf dem Blog von Ron Kubsch einen Artikel entdeckt, in dem er den Liedtext eines Frl. Germanotta kommentiert (die unter einem Künstlernamen agiert, der so infantil ist, daß ich ihn hier gar nicht wiedergeben mag). Die Dame ließ sich letztens in einem Ei auf die Bühne tragen, aus dem sie hernach schlüpfte, wiewohl es fraglich ist, daß ihre Zielgruppe die mythologische Anspielung auf Aphrodite und Semiramis überhaupt wahrgenommen hat. Sei’s drum. Jedenfalls sang sie dann ihr Stück »Born this Way« (»So geboren«), dessen Tenor man auf die Zeile eindampfen könnte: »Gott ist an allem schuld!«: Was ein Mensch tut und darstellt, könne ja schon deshalb nicht falsch sei, weil Gott ihn schließlich so geschaffen habe.
Februar 15th
FührungspersönlichkeitInnen
15. Februar 2011
Der »Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen« UNFPA (United Nations Fund for Population Activities), der sogenannte Bevölkerungsprogramme (also im wesentlichen die Verhinderung von Geburten — Schwangerschaftsvermeidung und Abtreibung), aber auch Genderprojekte[G] fördert und finanziert, führt derzeit in Zusammenarbeit mit der Arabischen Produzentenvereinigung des Fernsehens APUTV eine Mediencampagne zur Stärkung der Frauenrechte durch. Offensichtlich will man das Modell der westlichen Welt, durch Frauenemanzipation einen demographischen Kollaps herbeizuführen, auch auf die arabischen Länder übertragen. Die »White Hands Campaign« läuft auf fünfzig nahöstlichen Fernsehsendern. Als Vorbild einer emanzipierten und selbständigen Frau wird den Zuschauern dabei auch die arabische Terroristin Dalal Mughrabi vorgestellt, die 1978 eine Fatah-Gruppe zum »Coastal Road Massacre« anführte, bei dem unter anderem ein Bus mit 37 Israelis entführt und alle Insassen ermordet wurden, darunter dreizehn Kinder. (Die Fatah, das sind die »gemäßigten Terroristen«, die uns von westlichen Leitmedien gern als im Vergleich zur Hamas beinahe vorbildlich und demokratisch dargestellt werden.)
Februar 10th
In unserer Mitte
10. Februar 2011
Über den Collegen mit der elektrischen Feder bin ich an einen Artikel in der »Welt« geraten, wo es darum geht, daß die Seniorenunion sich dagegen verwahrt, Klagen gegen Lärm durch Kindertagesstätten in Wohngebieten gesetzlich auszuschließen. Hintergrund sind offensichtlich vermehrte Klagen Älterer gegen Lärmbelästigung durch Kindergärten, die der Gesetzgeber unterbinden möchte, indem er Kindertagesstätten von den Lärmemissionsgrenzen ausnimmt. Der Präsident des Kinderschutzbundes wittert bei der Verlautbarung der Seniorenunion gleich die »Ausgrenzung von Kindern«, so als hätte da jemand verlangt, daß Kindertagesstätten grundsätzlich in Gewerbegebiete am Stadtrand verlegt werden sollten.
Februar 9th
Bonn, Chemnitz, Dortmund, Karlsruhe oder Mannheim zum Beispiel …
9. Februar 2011
Bei den Recherchen zu meinem gestrigen Artikel bin ich auch an den folgenden Film* geraten. Da er Filmsequenzen von tatsächlichen Abtreibungen enthält, ist er zutiefst verstörend. Ich habe daher erst einmal in Ruhe überlegt, ob es denn angemessen sei, den Film hier einzustellen. Freilich stellt er die Wirklichkeit dar, in der wir leben, auch wenn wir zumeist davon nichts wahrnehmen. Aber durch Nichtwissen wird nichts besser. Entsetzen ist die erste Voraussetzung für eine Änderung der Verhältnisse. Wenn der Film dazu beiträgt, ein Bewußtsein dafür zu entwickeln, daß es Menschen wie alle anderen sind, die da sterben, dann ist es ein nützlicher Film, dem man Verbreitung wünschen muß, so entsetzlich er auch ist. Es ist eben ein Unterschied, ob ich nur weiß, daß Abtreibungen verwerflich sind, weil man eben nicht morden darf, oder ob ich damit solche Bilder wie die folgenden verbinde. Für Heranwachsende ist der Film wegen seiner schonungslosen Brutalität einerseits nur bedingt geeignet. Andererseits: Eine Gesellschaft, die immer jüngere Kinder mit den Details des Erwachsenenlebens behelligt, sollte parallel auch über solche Folgen aufklären.
»… make it look as legit’ as possible« oder: Das Kind als Strafe
8. Februar 2011
Im September 2009 hatte ich die Aktion eines Amerikaners erwähnt, der bei der Abtreibungsorganisation »Planned Parenthood«, der amerikanischen Schwesterorganisation von »Pro Familia«, in Oklahoma anrief, um zu erfragen, ob er zielgerichtet für die Abtreibung schwarzer Kinder spenden könne — ein Ansinnen, das die Mitarbeiterin am Telephon nicht etwa mit Befremden, sondern mit Zustimmung quittierte. Dieses Telephonexperiment scheint reproduzierbar zu sein, denn auf die Anfrage eines anderen Anrufers hin, der meinte, daß er »einfach denkt, daß es besser sei, je weniger schwarze Kinder da draußen herumlaufen«, antwortete eine andere Planned-Parenthood-Mitarbeiterin am Telephon: »Verständlich, verständlich!« Der Geist der Planned-Parenthood-Gründerin Margaret Sanger, einer Eugenikerin, scheint jedenfalls in der Organisation immer noch präsent. Am 19. Dezember 1939 hatte sie gesagt: »Wir wollen nicht, daß es bekannt wird, daß wir die schwarze Bevölkerung vernichten wollen.« In »Women and the new Race« (Frauen und die Neue Rasse) schrieb sie 1922: »Das Barmherzigste, was eine große Familie für eines ihrer kindlichen Mitglieder tun kann, ist, es umzubringen«.
Februar 3rd
Viola / Barna · »Heidnisches Christentum?«
4. Februar 2011
Frank Viola / George Barna
Broschiert, 336 Seiten
€ 16
Gloryworld-Medien Bruchsal, 1. Auflage 2010
ISBN-10: 3936322430
ISBN-13: 978-3936322439
Originaltitel: »Pagan Christianity?«
Bibelleser wissen: Viele der Elemente, die heute gemeinhin als »christlich« wahrgenommen werden, haben keine biblische Basis, sondern sind erst viel später von außen in das hereingetragen worden, was heute landläufig als »Christentum« bezeichnet wird. Dieser unerfreuliche Befund betrifft bei weitem nicht nur die großen Volkskirchen, sondern auch die evangelikalen und sonstigen Freikirchen, die sich oft so viel auf ihre Bibeltreue zugutehalten.
Januar 29th
Festgefahren mit Pferd und Wagen
29. Januar 2010
Zu den Voraussetzungen eines christosgemäßen Lebens gehört ein Ausziehen aus den Wertesystemen dieser gefallenen Welt und ein Abstand zu deren Gepflogenheiten. In einer Zeit, in der die meisten »christlichen« Glaubensgemeinschaften dies ignorieren und damit beschäftigt sind, dem Zeitgeist hinterherzuhecheln, bestrebt sind, immer stromlinienförmiger zu werden, um nur ja nirgends anzuecken und sich in einem völlig falsch verstandenen Missionseifer Schritt für Schritt ihrer Umgebung anpassen um für Außenstehende »attraktiver« zu werden, üben Gemeinschaften, die sich solcher Anpassung verweigern, eine große Faszination aus. Geradezu romantische Verklärung erfahren zum Beispiel die Old Order Amish, die durch ihre auffällig andersartige Lebensweise eine bemerkenswerte Sonderstellung einnehmen: Sie leben von Handwerk und Landwirtschaft, lehnen Kraftfahrzeuge, moderne Maschinen und Telekommunikationsmittel weitgehend ab, teilweise gar Elektrizität. Da die Gemeindestruktur fast völlig identisch ist mit der Sozialstruktur, ist die Kriminalität in amischen Gemeinwesen äußerst gering. Was anderen christlichen Gemeinschaften nahezu vollständig fehlt, wird hier sichtbar: Ein vitaler Gegenentwurf zur Lebensweise der Umgebung. Ländliche Romantik ist aber ein schlechter geistlicher Ratgeber. Wie sieht es nun aus, wenn wir die spektakulären Besonderheiten amischer Lebensweise beiseitelassen, hinter das Offensichtliche sehen und die geistliche Substanz betrachten?
Januar 27th
RKK-Dokumentation
27. Januar 2011
Dokumentation über die Römisch-Katholische Kirche, in der einige typisch katholische Verirrungen in übersichtlicher Art erklärt werden.
Geiernotizen, die das Thema Katholizismus direkt betreffen oder zumindest am Rande streifen, finden sich hier.
Januar 25th
Post vom Provider
25. Januar 2010

»Am 27. 1. 2011 und am 28. 1. 2011 werden zwischen 00:00 und 07:00 Uhr notwendige Wartungsarbeiten an unserem Netzwerk durchgeführt. Dadurch kann es zu einer kurzfristigen Beeinträchtigung der Erreichbarkeit Ihrer Webseiten kommen.
An den Servern selbst werden keine Änderungen durchgeführt. Ihre Webseiten sind im Anschluß an die Wartungsarbeiten wieder wie gewohnt verfügbar.
Für Ihr Verständnis bedanken wir uns im Voraus.«
Photo: © Geier





