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Archive - Dez 2010


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Dezember 30th

Umwelt geht immer

30. Dezember 2010

 

Ich bin kein Gegner der Energiesparlampe. Im Gegenteil: Ich habe diese Dinger schon eingesetzt, als eine noch über dreißig Mark gekostet hat, und wenn sie wirklich so lange halten würden, wie die Werbung verspricht, wäre das auch wirtschaftlich sinnvoll.

Seit dem EU-Verbot der herkömmlichen Glühlampe wird die Sparlampe aber immer mehr zum Symbol eines ökologistischen Wahns, der keinerlei Vernunftgründe mehr akzeptiert. Eine längst bekannte Tatsache ist nun endlich dabei, die Zeitungsspalten zu erreichen: Energiesparlampen enthalten Quecksilber, und obwohl dies nur wenige Milligramm sind, ist dies womöglich gar nicht so ungefährlich, zumindest dann, wenn die Lampe zerbricht. Denn das hochgiftige Quecksilber verdampft schon bei Zimmertemperatur und kontaminiert die Raumluft, beim Bruch einer betriebswarmen Lampe um so mehr. So haben verschiedene Zeitschriften (siehe siehe z. B. hier oder hier) schon Handlungsanweisungen für den Fall der Fälle zusammengestellt: 

Sofort 15 Minuten lüften, dabei sollten Menschen und Haustiere den Raum verlassen, Heizungen und Klimaanlagen ausschalten; auch während und nach der Reinigung lüften.

Glasbruch mit Handschuhen in dichtschließendem Glasgefäß sammeln.

Kleinere Splitter mit Pappe oder steifem Papier zusammenkehren. Staub und feine Glassplitter mit feuchten Tüchern aufwischen.

Dezember 23rd

Citat des Tages XXIX: »You got two of ’em?«

23. Dezember 2010

 

 

Knapp und treffend! In wenigen Sätzen beschreibt Washer hier einen sehr großen Teil des heutigen Gemeindeelends. Denn diese Selbstverliebten verstopfen mit ihrer Anwesenheit die Gemeinden, behaupten, sie wären Christen — und hängen doch nur einem Pseudo-Evangelium an, ja, sie sind längst selbst dabei, dieses Pseudo-Evangelium der Selbstliebe aggressiv zu verkündigen und zu vermarkten. Und weil dieses Billigevangelium dem, der es annimmt, keinen Preis abverlangt — er muß ja nicht mehr mit Christos sterben (2. Kor. 5, 14) — sind sie auch ungeheuer erfolgreich. Denn der heutige Konsument ist daran gewöhnt, bei zwei Produkten, die ähnlich aussehen, nach dem billigsten zu greifen.
Wer zu den beiden Punkten, die Washer hier so wunderbar kompakt anspricht, etwas ausführlichere Argumente sucht, kann sich gern (noch einmal) die Geiernotizen über Selbstliebe und den Selbstbetrug mit einem falschen Evangelium vornehmen.

 

Dezember 20th

Geierismen I: Über Bibelkenner

20. Dezember 2010

 

Einige haben sich mit der Zeit solch brillante Bibelkenntnisse erworben, daß sie genau wissen, wo die Stellen stehen, über die sie vorsichtig hinweglesen müssen, um nicht in Bezug auf den Lebensstil herausgefordert zu werden, für den sie sich nun einmal entschieden haben.

 

 

 

 

 

Weitere Geierismen

 

 

 

 

 

Dezember 15th

Bundesgebärmaschinen

15. Dezember 2010

 

Es ist paradox: Während es zum klassischen propagandistischen Standardrepertoire feministischer Demagogie gehört, zu behaupten, daß patriarchalische Strukturen Frauen zu »Gebärmaschinen« degradieren würden, bewirkt ausgerechnet der gesellschaftliche Erfolg der Allianz von Gender-Feminismus und Bundespolitik eben dies: Frauen sollen zwar dazu bewegt werden, Kinder zu gebären, erziehen sollen diese aber andere, damit Frauen nicht daran gehindert würden, »sich selbst zu verwirklichen«, indem sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und in die Sozialkassen einzahlen. Zu diesem Zweck sollen Familien ihre Kinder möglichst früh in staatliche Obhut geben, und wo die Propaganda dies nicht bewirkt, wird über gesetzlichen Zwang nachgedacht. Elternschaft wird schrittweise auf die Funktionen von Zeugung, Geburt und materieller Verantwortlichkeit reduziert, Bildung und Erziehung aber möchte der Staat immer weniger Amateuren — also den Eltern — überlassen, sondern in professionellen Händen, also den eigenen sehen. Eltern werden so zu bloßen Zeugungs- und Gebärmaschinen, und während die Zeiten, da es als erstrebenswert galt, »dem Führer ein Kind zu schenken«, vorbei sind, scheint es heute das Wunschziel offizieller Politik zu sein, daß Eltern ihre Kinder dem Staat schenken.

Das war nicht immer so. Noch in den siebziger Jahren hieß es aus dem Bundesfamilienministerium*:

Dezember 9th

Echte Chuzpe*

9. Dezember 2010

 

Das ist dreist: Ausgerechnet das (zumindest partielle) Scheitern der deutschen Staatsschule, das sich in den neuen PISA-Ergebnissen spiegelt, nehmen die Bildungssozialisten Thomas Oppermann (SPD) und Cem Özdemir (Grüne) zum Anlaß, noch mehr Staatsschule zu fordern. Das erinnert mich doch stark an den Alkoholiker, der sich erst mal einen tiefen Schluck aus der Flasche gönnt, um die Übelkeit zu vergessen, die der Vortagesrausch zurückgelassen hat. Sie fordern die »Ganztagsschule als Regelschule«, was natürlich ein ungleich schöneres Wort ist als »Ganztagszwangsschule«. Notfalls will man, um diesen Wunschtraum sozialistischer Bildungspolitik zu verwirklichen, auch Hindernisse beiseiteräumen, die das Grundgesetz bisher noch in den Weg stellt.

 

Dezember 3rd

Citat des Tages XXVIII

3. Dezember 2010

 

Die Bibelkritik ist nicht aus wissenschaftlichen Gründen so weit verbreitet.
Der wahre Grund ist, daß der Mensch einen Vorwand sucht, um in der Sünde zu verbleiben.

»Novum Testamentum« 

Der gesamte Artikel »Über die bibelkritische Theologie und die Situation in Lateinamerika« ist hier zu finden: Teil I und Teil II.

 

 

 

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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