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Zu den Fallschirmen!
6. Mai 2015
Der relevanteste Beitrag, den ich zum Absturz der Germanwings-Maschine vor einigen Wochen gelesen habe, kam aus Perú. Das Blog »Christlicher Aussteiger«, das ich hier schon gelegentlich citiert hatte, bastelt aus dem Drama um den Copiloten, der den Piloten aus dem Cockpit aussperrt und die Maschine abstürzen läßt, ein Gleichnis um die klerikalen »Copiloten«, die das Steuer in ihren »Gemeinden« und Kirchen übernommen, den wahren Piloten Jesus ausgesperrt haben und die ganze Gerätschaft mit all ihren Passagieren nun zielgerichtet zum Absturz bringen.
Wer immer noch in solch einem Flugzeug sitzt, sollte jetzt schnell zum Fallschirm greifen. Denn im Gegensatz zu den Passagieren des Fluges 9525 haben Mitglieder von Denominationen immer noch die Möglichkeit zum Absprung.
Ja — es ist natürlich davon auszugehen, daß sie von ungünstigen Winden abgetrieben werden, in unwegsamem Gelände landen, sich die Knie aufschlagen, blaue Flecke und nasse Füße bekommen, frieren, längere Zeit auf Hilfe warten müssen, sich mit dem Fallschirm in Bäumen verheddern und fürs erste nicht wissen werden, wo sie sich befinden. Sie können ihre Koffer nicht mitnehmen und werden ihr ganzes Gepäck verlieren. Mit Sicherheit werden einige von denen, die den Absprung nicht schaffen, ihnen hinterherschreien, ihnen Verrat und Treulosigkeit vorwerfen. Aber: Sie haben eine reale Überlebenschance. Diejenigen dagegen, die sitzenbleiben, folgen einem Copiloten, der nach allem, was wir heute wissen, nie ans Steuer eines Flugzeuges hätte gelangen dürfen. Sie werden abstürzen. Und: Je länger sie warten, desto geringer ist die Chance, einen Absprung zu überleben, denn je geringer die Höhe, desto unwahrscheinlicher ist es, daß der Fallschirm sich noch öffnen und ausreichende Bremswirkung entfalten kann.




