Sie befinden sich hierArchive - Nov 2012 - Artikel

Archive - Nov 2012 - Artikel


Datum
  • Alle
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30

November 29th

Orlando Figes · Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne

29. November 2012


Orlando Figes

Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne
Eine Geschichte von Liebe und Überleben in Zeiten des Terrors

Hanser Berlin

384 Seiten, gebunden, 24,90 €
ISBN 978-3-446-24031-5


 

 

Man kann Geschichte vermitteln, indem man die großen historischen Eckdaten referiert. Man kann aber auch über die unmittelbare Lebenswirklichkeit der Menschen einer Epoche erzählen, und dadurch ein viel lebendigeres Bild zeichnen. Daß der Historiker und Rußland-Spezialist Orlando Figes Meister der Kunst ist, Geschichte so darzustellen, daß sie unmittelbar erlebbar wird, hat er schon mit Büchern wie »Die Flüsterer« oder »Die Tragödie eines Volkes« gezeigt. Sein neues Buch, »Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne«, ist thematisch schmaler aufgestellt als diese großen Bücher. Es erzählt die Geschichte des Moskauer Paares Lew und Sweta, das zunächst durch den Krieg getrennt wird. Als Lew aber aus deutscher Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, wird er in das Straflager Petschora im russischen Norden verbracht — ein Schicksal, das er mit unzähligen weiteren russischen Kriegsheimkehrern teilt, denn in der stalinistischen Sowjetunion galt allein die Tatsache der Kriegsgefangenschaft schon als Indiz für eine Kollaboration mit dem Feind.

November 27th

Fremde Federn: Zur Militäroperation »Wolkensäule«

 

27. November 2012

 

Der Rundbrief der Botschaft des Staates Israel in Berlin veröffentlichte heute die deutsche Zusammenfassung eines Artikels des Menschenrechtsanwaltes Arsen Ostrovsky in der Huffington Post vom 22. November:

 

Col. Richard Kemp ist ehemaliger Kommandant der britischen Armee in Afghanistan und einer der am höchsten dekorierten Offiziere in der britischen Armee. Er hat 30 Jahre seiner Karriere damit verbracht, Terrorismus in Großbritannien und weltweit zu bekämpfen.
Dies macht ihn zu einem Experten, der über bessere Qualifikationen verfügt, als die meisten, die sich sonst dazu äußern, wenn es darum geht, die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas zu beurteilen.

Zwei Tage nach Beginn der Militäroperation Wolkensäule, die Israel gegen den andauernden Raketenbeschuß aus dem Gazastreifen am 14. November 2012 begann, reiste er nach Israel, um sich, wie er sagt, selbst ein Bild von der Situation zu machen. Bereits hinsichtlich des Vorgehens der israelischen Streitkräfte in der Operation Cast Lead bezeugte Kemp 2009 vor dem UN-Menschenrechtsrat als Antwort auf den sogenannten Goldstone-Report, daß Israel entgegen der Anklagen, Kriegsverbrechen zu begehen, mehr zum Schutz der Zivilisten in den Kampfgebieten getan hat, als jede andere Armee in der Kriegsgeschichte.

November 21st

Fasten mit Vollpension

21. November 2012

 

 

Fasten zwischen den Mahlzeiten?

Fastenwoche mit Vollpension: gefunden in »extratour«, dem Magazin des Deutschen Jugendherbergswerks

 

 

November 20th

Alte Seilschaften

19. November 2012

 

Im 24. Vers des 118. Psalms lesen wir: »Dies ist der Tag, den Jahweh gemacht, wir wollen uns freuen und frohlocken in ihm.« Um den ganzen Wert dieses Verses zu erschließen, ist hier eine Besonderheit des Hebräischen zu beachten: Die Fügung היום (HaJom), »dieser Tag«, bedeutet »heute«. Wir können also auch lesen: »Das Heute hat Jahweh gemacht.«

Das heißt, wir sollen weder im Gestern noch im Morgen zuhause sein, sondern im Heute.

»Nicht einer, der seine Hand auf den Pflug zu getrieben hat und blickt in Richtung auf die hinter ihm, ist geeignet in der Regentschaft des Gottes« (Lk. 9, 62). Viele Christen haben ihre Vergangenheit aber nicht wirklich angepfahlt[G]. Bei einigen, wenn sie davon erzählen, aus welchen Dingen sie befreit wurden, meint man, sie würden sich der Verfehlungen ihrer Vergangenheit rühmen. Aber auch jenseits dieses Phänomens gibt es viele, die nicht wirklich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen haben; nicht wenige verklären sie in der Rückschau regelrecht. Paulos sagt: »Jedoch, was irgend mir Gewinn war, dies habe ich wegen des Christos als Verlust eingestuft« (Phlp. 3, 7). Etliche aber halten ihre Vergangenheit nicht für einen kompletten Schadensfall, sondern für einen kostbaren Schatz und bleiben ihr dadurch verhaftet. Sie können deswegen nicht im »Heute«, im היום Jahwehs ankommen, in dem sie selbst und damit auch alles, was zu ihnen gehört hat, mit dem Christos an den Pfahl geschlagen und damit endgültig hinweggetan ist, damit das Auferstehungsleben des Christos in ihnen wirken kann.

November 11th

Kleine Zeitungsschau VIII

11. November 2012

 

Da reibt man sich doch verwundert die Augen: Es wird gemeldet, daß Frau Merkel dieser Tage eine Grundsatzrede vor dem EU-Parlament gehalten haben soll. Ja, wo bitte soll die Dame, die konsequente Inkonsequenz zu ihrem Markenzeichen und absolute Prinzipienlosigkeit zum obersten Prinzip ihres Machterhalts erwählt hat, denn auf einmal Grundsätze herhaben? 

 

——————————————————————

 

Obwohl Übergewicht eine mörderische Sache ist, an der Millionen vorzeitig sterben, kann es sich im Einzelfall durchaus auch lebensverlängernd auswirken: Ein Delinquent in Ohio kann derzeit nicht hingerichtet werden, weil er zu fett ist: Der Arzt kann in dem ganzen Glibber keine Vene für die Giftspritze finden. Die Welt ist voller bizarrer Paradoxien: Ausgerechnet ein früherer Selbstmordversuch des Mannes, der dazu geführt hat, daß seine Unterarme stark vernarbt sind, erschwert nun die Prozedur zusätzlich. Und: Trotz dieses Suizidversuches geht der verurteilte Mörder jetzt juristisch gegen seine geplante Hinrichtung vor.

  

——————————————————————

 

November 4th

Wenigstens bunte Bilder …

4. November 2012

 

Stammleser kennend das schon: Wie schon 2009, 2010 und 2011 findet auch in diesem Jahr wieder ein Ereignis namens Herbst statt, das außer bunten Blättern so viel Arbeit mit sich bringt, daß die Schlagzahl der Geiernotizen etwas zurückgehen muß: Zwei Notizen pro Woche (das ist etwa der Mittelwert der letzten Jahre) sind dann einfach nicht drin. Ein Blick aus dem Fenster des Geierhorstes entschädigt aber doch für vieles:

 

 


 

 

 

Photos: © Geier

Rückblick 1. Lesertreffen

Beliebte Inhalte



CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck, zu testen, ob man ein menschlicher Benutzer ist und um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Bitte die im Bild dargestellten Buchstaben (ohne Leerzeichen) eingeben.

Geierpost buchen

Inhalt abgleichen