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Citat des Tages


Citat des Tages LX

12. August 2012

 

 

Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach! Und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren (Johannes 12, 26).

 

Die menschliche Gesellschaft ist dem allgemeinen Irrtum verfallen, Größe und Bekanntheit seien Synonyme. In den westlichen Ländern nimmt man einfach an, jede Generation bringe eine Anzahl hervorragender Menschen hervor, und der demokratische Prozeß werde unweigerlich diese Leute herausfiltern und sie auf ihre prominenten Posten stellen. Wie können sich die Leute irren!

Wir brauchen sie nur kennenzulernen, oder auch nur von den berühmten Namen unserer Tage zu hören, um zu entdecken, wie armselig klein die meisten von ihnen sind! Viele scheinen ihre gegenwärtige Bedeutung durch Beziehungen, Dreistigkeit, Kaltschnäuzigkeit, Mobbing oder glückliche Umstände erreicht zu haben. Wenn wir das Leben richtig und als Ganzes betrachten wollen, müssen wir uns entschieden von der Macht dieser falschen Philosophie befreien, die Größe mit Bekanntheit gleichsetzt. Zwischen beiden können Ozeane und Kontinente liegen! Wäre die Gemeinde eine Gemeinschaft, die von der Welt unbeeinflußt ist, so könnten wir dies Problem den weltlichen Philosophen überlassen; aber in Wahrheit leidet die Gemeinde unter der gleichen bösen Vorstellung!

Citat des Tages LIX

23. Juli 2012

 

Es war einmal ein christliches Abendland. In diesem christlichen Abendland galten die in der Bibel geoffenbarten Gebote Gottes als absoluter Maßstab, als ein für die ganze Gesellschaft verpflichtendes Ethos. Dieses christliche Abendland war kein Ort moralischer Vollkommenheit. In diesem christlichen Abendland wurden grausame Kriege geführt, Menschen unterdrückt, ausgebeutet und verfolgt. In diesem christlichen Abendland wurde gegen die Gebote Gottes gelebt und gehandelt. Aber niemals, bis in die Neuzeit hinein, und dann zunächst nur am Rande, in den Köpfen einiger revolutionärer Philosophen, wurde das biblische Ethos als solches in Frage gestellt. Die Gebote Gottes waren nicht wegzudiskutierende Maßstäbe des Lebens, sie stellten vielmehr ihrerseits das Tun und Treiben der Gesellschaft in Frage. Der unangefochtene Anspruch eines absoluten, eben biblisch offenbarten Ethos war eine Kraft, die aus dem Dilemma wieder zur Verantwortung rief, das Böse als Böses und Schuld als Schuld kennzeichnete. Es gab diese letzte Instanz endgültiger Werte, die in der Unordnung zur Ordnung und in der Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit rufen konnte. Solange das Gebot Gottes als unfehlbare Autorität galt, solange konnte unsere europäische Gesellschaft durch eine permanente Reformation immer wieder zum ursprünglichen Gehorsam zurückgerufen werden.

Citat des Tages LVIII: Filmriß.

19. Juni 2012

 

»Die Aneinanderreihung von Fossilfunden ist zwar meist lückenhaft, aber immer aufschlußreich. Sie ist wie ein Film über die Evolution, bei dem von jeweils 1000 Einzelbildern 999 verlorengegangen sind.«

David Quammen, Wissenschaftsjournalist, citiert aus seinem (prodarwinistischen) Artikel »Lag Darwin falsch?«, Nat. Geographic 11/2004

 

 

 

Anmerkung des Geiers: Bei einer Theorie mit einer Belegdichte im Bereich von einem Promille noch von academischer Wissenschaft und nicht von Parawissenschaft zu sprechen, mag man gerade noch als eine Form von Mut durchgehen lassen, wenn auch als eine sehr verzweifelte. Bei dieser Lage von »Lücken« bzw. »missing Links« zu sprechen, wie dies immer wieder geschieht, ist hingegen schon ziemlich dreist; das wäre berechtigt, wenn der eine oder andere Beleg fehlen würde, nicht jedoch, wenn überhaupt nur jeder tausendste vorhanden ist. Ziemlich bösartig ist aber — wenn man schon so mit heruntergelassenen Hosen dasteht — dann auch noch Collegen als Fundamentalisten, Eiferer und Fanatiker auszugrenzen, die Zweifel daran anmelden, daß diese Theorie die absolute, unverrückbare academische Wahrheit sei, bewiesen wie eine mathematische Gleichung.

Fazit: Wer sich anheischig macht, anhand von nur einem aus tausend Bildern die Handlung eines Films zu verstehen, muß schon einen ziemlichen Filmriß haben.

 


 

 

 

 

Citat des Tages LVII

9. Juni 2012

 

»An einer Idee um der Idee willen festzuhalten, nur um nicht zugeben zu müssen, daß man sich vertan hat, macht einen Irrtum zum Verhängnis.«

 

Henryk M. Broder in »Europas Größenwahn führt zu seinem Untergang«

 

 

 

 

Citat des Tages LVI

31. Mai 2012

 

Today, one of the most powerful religions in the Western World is environmentalism.
Environmentalism seems to be the religion of choice for urban atheists. Increasingly it seems facts aren't necessary, because the tenets of environmentalism are all about belief.

 

Michael Crichton, Schriftsteller, 2003

 

 

(Heutzutage ist der Ökologismus eine der mächtigsten Religionen der westlichen Welt. Für städtische Atheisten scheint Ökologismus die Religion ihrer Wahl zu sein. Zunehmend sieht es so aus, als seien Fakten überflüssig geworden, denn die Dogmen des Ökologismus sind reine Glaubenssache.)

 

 

 


 

 

 

 

Citat des Tages LV

26. Mai 2012

 

Das allseits geforderte umfassende staatliche Betreuungsangebot entpuppt sich hinterrücks als Waffe gegen das Recht auf Erziehung, das das Grundgesetz »zuvörderst den Eltern« sichert. Dieses privilegierte Elternrecht endet nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes nach drei Jahren. Anscheinend sind die Kinder nach dieser Sichtweise vom Staat den Eltern nur befristet ausgeliehen worden, und zwar solange sie sich gut führen. Das Kindergeld ist danach eine Art von Schadensersatz, den der Staat den Eltern gewährt.

 

Dr. Norbert Blüm, Bundesarbeitsminister a. D.

in: »Freiheit! Über die Enteignung der Kindheit und die Verstaatlichung der Familie«

 

 

 


 

 

 

Citat des Tages LIV

27. April 2012

 

Glück: Wenn es dir nur darum geht, Jesus ähnlicher zu werden

 

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, daß ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene (Römer 12, 2).

 

Die Annahme, die Menschen seien geboren, »um glücklich zu sein«, wird in der heutigen Gesellschaft von kaum einem in Frage gestellt, und die Auswirkungen dieses modernen Hedonismus spürt man auch im Volk Gottes. Das christliche Evangelium wird nur allzu oft als Mittel zum Glücklichsein, zu Herzensfrieden und Sicherheit angepriesen. Es gibt sogar solche, die die Bibel zum »Relaxen« benutzen, so, als sei sie eine Droge.

Wie falsch das ist, kann man leicht entdecken, wenn man das Neue Testament einmal ganz und unter ernstem Nachdenken liest. Dort liegt der Nachdruck nicht auf Glück, sondern auf Heiligkeit. Gott interessiert sich mehr für den Zustand der menschlichen Herzen als für den ihrer Gefühle. Ohne Zweifel bringt der Wille Gottes denen, die gehorsam sind, am Ende Freude; aber die wichtigste Angelegenheit ist nicht, wie glücklich wir sind, sondern wie heilig! Das kindische Geschrei nach Glück kann zu einer richtigen Falle werden, weil man sich leicht betrügen kann, indem man eine Religion der Freude kultiviert, ohne das dazu gehörende gerechte Leben zu praktizieren.

Citat des Tages LIII

28. März 2012

 

 

Das ist Demokratie: Wenn sich die Wahrheit nach der Mehrheit richtet.

 

 Dieter Nuhr, Kabarettist

 

 

(Man könnte anmerken: Theokratie wäre, wenn sich die Mehrheit nach der Wahrheit richtete.)

 

 

Citat des Tages LII

10. März 2012

 

Soweit ich es beobachten kann, befinden sich die evangelikalen Freikirchen heute etwa auf dem selben geistlichen Niveau wie die großen Landeskirchen vor 30 bis 40 Jahren. Das Christentum wird zwar noch bekannt, aber nicht mehr gelebt. 

 

gefunden auf »Christlicher Aussteiger«

 

 

 

Citat des Tages LI

1. März 2012

 

 

 

Die ganze Tragikomik der Emanzipation offenbart sich, wenn man sieht, was die emanzipierte Frau anstelle von Kindern so zur Welt bringt: vom Handyklingelton bis zur soziologischen Studie über das Nichtvorhandensein von Geschlechtsunterschieden. 

 

Michael Klonovsky

 

in: »Jede Seite ist die falsche« · Aphorismen und Ähnliches

 

 

 

 

 

 

 

Abb.: Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

 

Rückblick 1. Lesertreffen

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