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Fremde Federn: Natürliche Immunisierung besser als Impfung


By Geier - Posted on 25 November 2009

25. November 2009

 

Eine niederländische Studie legt den Schluß nahe, daß eine natürliche Immunisierung durch eine überstandene Grippeerkrankung nicht nur deutlich wirksamer ist als eine Impfung, sondern eine Impfung diesen natürlichen Schutz auch verhindern und dadurch mehr Schaden als Nutzen stiften kann.

Martina Lenzen-Schulte schreibt hierzu in der F.A.Z.:

Unter dem Gesichtspunkt des Immunschutzes sei nichts besser als eine Durchseuchung einer Population mit dem echten Erreger, dem Wildtyp-Virus. …

An Mäusen konnten die Rotterdamer Forscher nun zeigen, wie hilfreich eine durchlebte ungefährliche Grippe ist, wenn man es danach mit hoch pathogenen, gefährlichen Vogelgrippeviren zu tun bekommt. Ungeimpfte Mäuse, die eine Variante der Influenza A (H3N2) — von einem saisonalen Grippevirus verursacht — durchgemacht hatten, waren besser geschützt: Sie wurden nach einer sonst letalen Dosis von Vogelgrippeviren (H5N1) seltener krank und starben nicht — im Gegensatz zu den gegen die Influenza A (H3N2) geimpften Mäusen.

Bei den geimpften Mäusen verlief die Erkrankung genauso tödlich wie bei jenen, die nicht geimpft waren und nicht zuvor die harmlose Grippenvariante durchgemacht hatten. Noch eine beunruhigende Beobachtung brachten diese Versuche zutage: Eine Gruppe von Mäusen, die zunächst geimpft worden war und sich dann doch noch mit dem milden saisonalen Erreger infizierte, war ebenfalls nicht zu retten. Die Impfung bietet mithin anders als die Infektion keinen Schutz. Und nicht nur das: Die Impfung verhindert auch die Wirkung einer echten Infektion: Die Geimpften konnten selbst durch spätere Infektionen keinen Schutz mehr aufbauen. Gerade kleine Kinder seien, so argumentieren die Forscher, immunologisch naiv, oft noch überhaupt nicht mit saisonalen Grippeviren in Kontakt gekommen. Eine sehr frühe Impfung könne den Aufbau eines breiten Abwehrschildes blockieren. … Wer von Geburt an jedes Jahr gegen Grippe geimpft wird, hat ein höheres Risiko, im Alter über 65 Jahre an Grippe zu erkranken, als ein nicht Geimpfter. Auch wenn man erst später mit dem Impfen beginne, habe das noch berechenbar ungünstige Auswirkungen auf die Grippeanfälligkeit.

 

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