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Israel / Naher Osten, Deutschland, EUdSSR, Zeitgeist, Weltgeschehen, Wissenschaft, Finanzkrise, Wirtschaft

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… und wieder nimmt die EU-Komission den Kabarettisten die Butter vom Brot.

16. April 2009

Seit Generationen gehörte die rhetorische Frage, wann denn jemand bei all den Steuern auch noch auf die Idee käme, die Luft zum Atmen zu besteuern, zum kabarettistischen Standardinstrumentarium. Immer war ausgemacht, daß dieser Gedanke die theoretische Spitze der Steuerabsurdität darstellt, eine rabulistische Überhöhung, eine Narretei, gerade noch auszudenken für das menschliche Hirn, aber doch so offensichtlich irrwitzig, daß eine Verwirklichung stets ausgeschlossen schien, weswegen man ja auch darüber lachen konnte.

Kein Aprilscherz, leider …

2. April 2009 

… aber eine Gute-Nacht-Geschichte.

 

Erstmals seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen 1928 ist die Arbeitslosigkeit in einem März im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Normalerweise belebt sich der Arbeitsmarkt ja im Frühjahr. Daß dies nun erstmals nicht so ist, ist eines der (nicht mehr ganz so kleinen) Signale, daß es die Krise ernstzumeinen scheint. Gleichzeitig lag der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau im Februar 49% unter dem des Vorjahres.

Richtiggestellt

25. März 2009

 
Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit

Die Beschuldigungen gegenüber der israelischen Armee, die, grob gesagt, beinahe darauf hinausliefen, daß es während der letzten Militäraktion im Gazastreifen Soldaten gegeben habe, die auf Civilisten wie auf Schießscheiben geschossen hätten — die F.A.Z. schreibt unter der untypisch reißerischen Überschrift »Es war kaltblütiger Mord« völlig unkritisch von »wahllosen Tötungen von Zivilisten« — können als widerlegt gelten.

Hacke und Spaten statt Hammer und Sichel

23. März 2009

  — über die Entschlüsselung politischer Symbole

Es könnte ganz, ganz Dicke kommen. Reinhold Würth, der Schraubenkönig, warnt vor dem Weg in eine Edel-DDR, bringt sich schon mal vorsorglich nach Österreich in Sicherheit und sagt unter anderem: »Es muß irgendwann zur Inflation kommen, so viel Geld wie die Länder jetzt für ihre Rettungsaktionen drucken. Und dann muß man irgendwann irgendwo zwei Nullen abschneiden. Die Folgen der Krise werden wir noch 30 Jahre spüren.« Na gut. Über Langzeitprognosen kann man immer streiten, Würth ist 74 und kann damit rechnen, daß niemand in dreißig Jahren kommt, um ihn gegebenenfalls als falschen Propheten zu steinigen.

Dagobert Ducks Phantastilliarden

22. März 2009

Dagobert Ducks Phantastilliarden — und was sie mit Gottes Gericht zu tun haben

Abb.: Hundert Trillionen Zimdollar: So sieht eine Finanzkrise aus, wenn sie erwachsen ist.

Einmal ganz grob zusammengefaßt: Die Finanzkrise gibt es nicht, weil zu wenig Geld da wäre, sondern weil es deutlich zu viel davon gibt. Unser Geld ist virtuell, zumindest seit Abschaffung der Golddeckung. Ursprünglich war eine Banknote ja ein Gutschein, den man in der Bank gegen echtes Gold eintauschen konnte. Solange das so war, blieb der Geldwert stabil, es gab keine Inflation. Seit es diese Golddeckung nicht mehr gibt, ist es nur noch ein Stück bedrucktes Papier, das nur daher für wertvoll gehalten wird, weil eine ausreichende Zahl von Menschen übereingekommen ist, es als Tauschmittel zu akzeptieren. Wenn diese aber das Vertrauen in dieses Stück Papier verlieren, kehrt es schnell zu seinem Ausgangswert zurück, der bei Null liegt.

Ja, es ist wieder soweit.

20. März 2009

»Ist es schon wieder soweit?« hat sich der Geier am 14. Januar gefragt, und während man das damals noch als eine eher rhetorische Frage ansehen konnte, muß man heute sagen:

Ja, es ist wieder soweit. Mitten in Europa.

Dabei wäre es sicherlich nicht recht, die französische Wahlliste »Euro Palestine« mit der SA gleichzusetzen. Schließlich hatten sie bei der SA braune Uniformen, bei »Euro Palestine« trägt man grün, auch scheint man die grünen Hemden nur zu ganz besonderen Kommandoaktionen zu tragen. Es hatte die SA ja auch so etwas männerbündisches, bei »Euro Palestine« scheinen Männlein und Weiblein gleichberechtigt Randale machen zu dürfen. Selbst Kinder dürfen mitspielen, und man darf gespannt sein, wie sich in deren weiterer Biographie das Verhältnis zum Eigentum anderer Menschen entwickeln wird, da sie doch hier so gänzlich ungestraft, ja sogar gemeinsam mit ihren Eltern, die Regale eines Marktes plündern dürfen, während sie in ihren Herkunftsländern für den Diebstahl weit geringerer Werte schon mal die eine oder andere Hand einbüßen dürften.

Der Weg, die Wahrheit und das Leben

13. März 2009

oder: Über den Nutzen etymologischer Betrachtungen

Wehe denen, die das Böse gut heißen, und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen, und Licht zu Finsternis; welche Bitteres zu Süßem machen, und Süßes zu Bitterem!

(Jes. 5, 20)

Telephon vs. Lebenspartner

3. März 2009

Deutsche setzen klare Prioritäten.

Das Innere eines deutschen Funktelephons. Irgendwo dort drinnen muß eine geheimnisvolle Quelle unwiderstehlicher Erotik verlötet sein.

Anläßlich der Rechnermesse Cebit hat der Branchenverband Bitkom eine Umfrage unter 1.000 Personen veranstaltet und dabei festgestellt, daß bei den Unter-30jährigen sich zwar 97 Prozent kein Leben ohne Funktelephon, 84 Prozent kein Leben ohne Internet und 64 Prozent kein Leben ohne Auto vorstellen können, aber nur 43 Prozent kein Leben ohne ihren »aktuellen Lebensgefährten«, (was auch immer dies bedeutet).

Prozentrechnen


20. Februar 2009


Immer noch gibt es hier und da Äußerungen, in denen Israel im Zusammenhang mit der Operation »Gegossenes Blei« im Gazastreifen Völkermord vorgeworfen wird. Nach
aktuellen Schätzungen betrug die Wahrscheinlichkeit für einen palästinensischen Civilisten, bei dieser Militäroperation ums Leben zu kommen, etwa 0,03 Prozent. Meiner Berechnung liegt die Einwohnerzahl des Gazastreifens von 1,5 Millionen und die vorläufige Zahl von 1338 Kriegstoten zugrunde, von denen etwa ein Drittel Unbeteiligte gewesen sein sollen — eine Unterscheidung, die naturgemäß nicht leichtfällt, da die Hamas ja keine reguläre Armee ist und ihre Mitstreiter die Waffen — und damit den Kombattantenstatus — nach Belieben aufnehmen und ablegen.

Orwell light — was darf man in Europa heute überhaupt noch sagen?

17. Februar 2009


Bereits am 3. Februar hatte ich ja Pater Franz Schmidberger citiert. Inzwischen war dieser schon wieder in den Schlagzeilen, und zwar mit Äußerungen zu Mohammed, über den er sagte, daß dieser »mit einem acht- oder neunjährigen Mädchen geschlechtlichen Umgang gepflegt« habe (ein Factum, das von islamischen Gelehrten überhaupt nicht in Frage gestellt wird) und daß man »jemanden, der solches tut, heute als Kinderschänder bezeichnen würde« (ein zweites Factum, das ebenfalls, für sich genommen, völlig unstrittig ist). Ich hatte oben ja schon festgestellt, daß ich für Schmidberger wenig Sympathie hege, aber warum muß man jemandem, der einfach nur zwei jeweils völlig unstrittige Fakten in einen Zusammenhang stellt — der also eins und eins zusammenzählt und tatsächlich auf zwei kommt — gleich »Verunglimpfung Mohammeds und des Islams« vorwerfen?

Rückblick 1. Lesertreffen

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